(1877) Marsden

(1877) Marsden ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels. Am 24. März 1971 entdeckten ihn C. J. van Houten und I. van Houten-Groeneveld an der Universität Leiden auf Aufnahmen eines 1,22-m-Schmidt-Teleskops, die von T. Gehrels am Mount Palomar-Observatorium in Kalifornien im Rahmen einer Untersuchung lichtschwacher Trojaner gemacht worden waren. Nachträglich konnte der Asteroid bereits auf Aufnahmen nachgewiesen werden, die 1950 an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl und am Goethe-Link-Observatorium in Indiana, sowie 1953 und 1955 ebenfalls am Mount Palomar-Observatorium gemacht worden waren.

Asteroid
(1877) Marsden
Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 13. September 2023 (JD 2.460.200,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Große Halbachse 3,946 AE
Exzentrizität

0,205

Perihel – Aphel 3,138 AE – 4,754 AE
Neigung der Bahnebene 17,5°
Länge des aufsteigenden Knotens 352,6°
Argument der Periapsis 305,9°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 29. Februar 2020
Siderische Umlaufperiode 7 a 306 d
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 14,84 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 35,6 ± 0,4 km
Albedo 0,07
Rotationsperiode 14 h 24 min 43 s
Absolute Helligkeit 11,0 mag
Geschichte
Entdecker Tom Gehrels
Cornelis Johannes van Houten
Ingrid van Houten-Groeneveld
Datum der Entdeckung 24. März 1971
Andere Bezeichnung 1950 TG, 1950 TT2, 1971 FC
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Als Mitglied der Hilda-Gruppe gehört (1877) Marsden zu einer Gruppe von Asteroiden, die sich in einer Bahnresonanz von 3:2 mit dem Planeten Jupiter um die Sonne bewegen.

Der Asteroid wurde am 1. Juni 1975 nach dem US-amerikanischen Astronomen Brian Marsden (1937–2010) vom Smithsonian Astrophysical Observatory in Massachusetts benannt, in Anerkennung seiner zahlreichen Beiträge auf dem Gebiet der Bahnberechnung von Kometen und Asteroiden, seiner Überarbeitung des Catalogue of Cometary Orbits und seiner Aktivitäten in der IAU. Die Benennung erfolgte auf Vorschlag seiner Kollegen Elizabeth Roemer, Frank K. Edmondson, Tom Gehrels und Paul Herget.

Siehe auch

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