Adolf Müller (General)

Ernst Gottlob Adolf Müller (* 1855 in Euba; † 4. November 1930 in Dresden) war ein sächsischer Generalleutnant.

Leben

Adolf Müller trat im April 1872 als Avantageur in die sächsische Armee ein. Er wurde am 1. November 1872 zum Fähnrich in der 2. Kompanie im Infanterie-Regiment „Kronprinz“ (5. Königlich Sächsisches) Nr. 104 unter Oberst Kurt Alexander von Elterlein ernannt. Er avancierte am 11. September 1873 zum Leutnant im Regiment und durchlief in den folgenden Jahren eine typische militärische Laufbahn, wonach er u. a. als Bataillonsadjutant wirkte und in dieser Eigenschaft am 16. April 1880 zum Oberleutnant auf. Am 1. April 1887 wurde er Hauptmann und Kompaniechef in seinem Regiment und übernahm die 11. Kompanie, welches er die nächste Zeit kommandierte, bevor er in gleicher Eigenschaft in das 1. Königlich Sächsische Jäger-Bataillon Nr. 12 versetzt wurde. Nachdem er am 20. September 1894 zum Major aufstieg wurde er á la suite seines Bataillons gestellt und zum Vorstand der Arbeiter-Abteilung ernannt. Nachfolgend wurde er am 20. April 1895[1] Bataillonskommandeur des II. Bataillons im 4. Infanterie-Regiment Nr. 103 und stieg am 25. Mai 1899 zum Oberstleutnant und etatsmäßigen Stabsoffizier beim Infanterie-Regiment „König Ludwig III. von Bayern“ (3. Königlich Sächsisches) Nr. 102 auf.

Am 22. März 1902 wurde er zum Oberst befördert und zum Regimentskommandeur des 12. Infanterie-Regiment Nr. 177 ernannt. Nach weiterer Beförderung zum Generalmajor am 20. April 1906 gab er sein Regiment an Oberst Franz von Schönberg ab um Brigadekommandeur der 8. Infanterie-Brigade Nr. 89 zu werden. Am 14. August 1908 avancierte er zum Generalleutnant. Er wurde am 11. Juli 1910 Divisionskommandeur der 24. Division (2. Königlich Sächsische) und blieb bis zum 21. Juli 1911 in dieser Eigenschaft. Unter Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde er am 23. September 1911 zur Disposition gestellt. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er als reaktivierter z.D.-Offizier noch kurzzeitig als Kommandeur der 19. Ersatz-Division verwendet, bevor er am 22. August 1914 das Kommando wegen einer Krankheit an Generalleutnant Otto von Tettenborn übergab.[2]

Einzelnachweise

  1. SLUB Dresden: Stammliste der Offiziere des Kgl. Sächs. 4. Infanterie-Regiments Nr. 103. Abgerufen am 3. März 2024 (deutsch).
  2. SLUB Dresden: Wilsdruffer Tageblatt : 10.11.1930. Abgerufen am 25. Februar 2024 (deutsch).
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