Andrew Denison
Andrew Blair Denison (* 1962 in Boulder, Colorado) ist ein US-amerikanischer, in Deutschland tätiger Politikwissenschaftler, Kommentator und Publizist.

Werdegang
Denison erhielt im Jahr 1985 einen Bachelor-Abschluss an der University of Wyoming in International Studies und besuchte anschließend die Universität Hamburg, wo er 1988 ein Studium der Politikwissenschaft als Magister abschloss. 1991 ging er zur Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn und forschte zur Außen- und Sicherheitspolitik der SPD.[1] 1995 wurde Denison an der Johns Hopkins University in European Studies promoviert. Ab 1995/96 arbeitete er für zwei Jahre an der Universität Bonn.[1] Seit 2001 leitet Denison sein Beratungsunternehmen Transatlantic Networks mit Sitz in Königswinter. Die Forschung des Zentrums beschäftigt sich etwa mit den Möglichkeiten und Grenzen einer Globalisierung der atlantischen Partnerschaft.[2] 2003 schrieb er für die Bundeszentrale für politische Bildung zu den Motiven der amerikanischen Irakpolitik.[3]
Medientätigkeit
Als Kommentator für transatlantische Themen wird er häufig in den Medien eingeladen, unter anderem im Fernsehen. So kommentierte er etwa für die ARD-Tagesschau[4] oder im ZDF-Morgenmagazin.[5] Er war mehrfach zu Gast bei Anne Will, bei Maybrit Illner, bei Phoenix, beim Internationalen Frühschoppen sowie im WDR-Presseclub.[2][1] Auch im Radio, etwa im Deutschlandfunk oder beim NDR wurde Denison des Öfteren eingeladen.[6][7] Zudem schrieb er für Zeitschriften wie Cicero[8] und The European[9] und hielt Vorträge, etwa bei der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Thema „Politik & Sicherheit: Weltmacht im Niedergang? Die Rolle der USA im 21. Jahrhundert“.[10]
Politische Positionen
Bei seinem Auftritt 2014 bei Anne Will vertrat Denison eine konservative US-hegemoniale Sichtweise.[11] Die Außenpolitik der Europäischen Union kritisierte er in einem Beitrag für Cicero.[12] In mehreren Interviews kritisierte er die Präsidentschaft von Donald Trump, der Amerika schade.[5]
Privates
Denison ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er lebt in Pleiserhohn, einem Ortsteil von Königswinter.[1]
Weblinks
- Literatur von und über Andrew Denison im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Andrew Denison bei Transatlantic Networks
- Zwischen Wyoming und Washington: Die Republikaner 2012. Aus Politik und Zeitgeschichte, 19. Dezember 2011, S. 7.
- Amerika kommt auf Deutschland zu. Aus Politik und Zeitgeschichte, 8. September 2008, S. 3.
- Andrew B. Denison bei IMDb
Einzelnachweise
- USA-Experte Der Amerika-Erklärer, Kölnische Rundschau, 29. Dezember 2016
- Duell ums Weiße Haus: Kann Biden Trump noch stoppen?, wdr.de
- Unilateral oder multilateral? Motive der amerikanischen Irakpolitik, www.bpb.de
- „Trumps Ergebnis stellt Gesetze der Politik auf den Kopf“, tagesschau.de
- z. B. im ZDF-Morgenmagazin vom 11. Mai 2017 oder im DLF: Wenn dieser Mann nicht lernfähig ist, dann knallt es.
- Wir müssen uns gegen die Angst wappnen, deutschlandfunk.de
- Interview: Wie zerrissen sind die Republikaner im US-Kongress?, ardaudiothek.de
- Andrew Denison, cicero.de
- Andrew Denison, theeuropean.de
- Politik & Sicherheit: Weltmacht im Niedergang? Die Rolle der USA im 21. Jahrhundert, www.kas.de
- US-Kraftmeier schockt Gäste bei Anne Will. Online-Ausgabe vom 17. Juli 2014 von Die Welt. Abgerufen am 9. Februar 2015.
- Europa zerfällt und braucht Amerikas Hilfe. Online-Ausgabe vom 6. Februar 2015 von Cicero. Abgerufen am 9. Februar 2015.