Assaf Gavron
Assaf Gavron (geboren 21. Dezember 1968 in Arad) ist ein israelischer Musiker und Autor.

Leben
Assaf Gavron wuchs als Kind englischer Immigranten in der Nähe von Jerusalem auf und hielt sich während des Studiums und danach zehn Jahre in London auf, außerdem studierte er ein Jahr in Vancouver. Er lebt heute mit seiner Familie in Tel Aviv.[1]
Gavron hat mehrere Romane sowie Erzählungen veröffentlicht und ist in Israel ein Bestsellerautor. Er schreibt Songs für die Indiepunk-Band Ha-pe ve-ha-tlafajim, in der er auch singt. 2007 wirkte er an der Entwicklung des Videospiels PeaceMaker mit, das den Nahostkonflikt thematisiert und dessen spielerisches Ziel die Zwei-Staaten-Lösung ist. Gavron übersetzte u. a. Bücher von Jonathan Safran Foer, Philip Roth und J.D. Salinger ins Hebräische und schreibt zudem für das Habimah-Theater.
Im Jahr 2010 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und unter den Teilnehmern des Internationalen Literaturfestivals Berlin. 2012 wurde sein Roman Ein schönes Attentat in der Aktion Ein Buch für die Stadt im Großraum Köln vorgestellt, der Roman erhielt in Frankreich den Prix Courrier International der Zeitschrift Courrier international. Gavron erhielt 2011 den Preis des israelischen Premierministers und den Geffen-Preis. Für seinen Roman Auf fremdem Land wurde er mit dem Bernstein-Preis ausgezeichnet, dem zweitwichtigsten Literaturpreis in Israel.
Bibliografie
- אייס. Roman. 1997.
- מין בבית העלמין. Erzählungen. 2000.
- מובינג. Roman. 2003.
- Alles paletti. Aus dem Hebräischen von Barbara Linner. Luchterhand, München 2010, ISBN 978-3-630-62184-5.
- תנין פיגוע. Roman. 2006.
- Ein schönes Attentat. Aus dem Hebräischen von Barbara Linner. Luchterhand, München 2008, ISBN 978-3-442-74008-6.
- הידרומניה. Roman. 2008.
- Hydromania. Aus dem Hebräischen von Barbara Linner. Luchterhand, München 2009, ISBN 978-3-641-14944-4.
- אוכל בעמידה. Reportagen. 2009.
- הגבעה. Roman. 2013.
- Auf fremdem Land. Aus dem Hebräischen von Barbara Linner. Luchterhand, München 2013, ISBN 978-3-630-87419-7.
- שמונה עשרה מלקות. Roman. 2017.
- Achtzehn Hiebe. Aus dem Hebräischen von Barbara Linner. Luchterhand, München 2018, ISBN 978-3-630-87563-7.
Weblinks
- Literatur von und über Assaf Gavron im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kurzbiografie und Rezensionen zu Werken von Assaf Gavron bei Perlentaucher.
- Assaf Gavron, Webseite
- Assaf Gavron, Verlagsseite
- „Die Gegenwart ist furchtbar“, Interview mit Assaf Gavron von Katharina Granzin, Die Tageszeitung online vom 5. Juni 2018
Einzelnachweise
- Assaf Gavron (Memento des vom 21. Januar 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., bei Berliner Künstlerprogramm