Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler

Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e. V. (BDG) ist eine 1984 gegründete berufsständische Vertretung der deutschen Geologen, Geophysiker, Mineralogen und weiterer Geowissenschaftler.

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Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler
(BDG)
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1984
Sitz Bonn
Zweck Fachverband
Vorsitz Andreas Hagedorn
Geschäftsführung Andreas Günther-Plönes
Website geoberuf.de

Der Verband ist in das Lobbyregister des deutschen Bundestags eingetragen.[1]

Ziele und Organisation

Die Hauptaufgaben des Verbandes liegen nach Eingenangaben in der Sicherung und Ausweitung der beruflichen Tätigkeit und der Verbesserung der beruflichen Situation von Geowissenschaftlern. Dazu gehören beispielsweise die Information der Öffentlichkeit über den Wert und die Bedeutung geowissenschaftlicher Praxis, die Anpassung der universitären Ausbildung an die beruflichen Anforderungen sowie die Information und die Vernetzung der Mitglieder. Der BDG gibt die verbandsinterne „BDG-Mitteilungen“ und gemeinsam mit anderen Organisationen die Geowissenschaftlichen Mitteilungen (GMit)[2] heraus. Der als eingetragener Verein organisierte Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler hat seinen Sitz in Bonn. Vorsitzender ist seit Oktober 2015 Andreas Hagedorn, hauptamtlicher Geschäftsführer Andreas Günther-Plönes. Darüber hinaus richtet der BDG im zweijährlichen Rhythmus den Deutschen Geologentag aus.

Kontroverse

Der Verband setzte sich 2022 für die Förderung von Erdgas durch Fracking in Deutschland ein.[3] Anlässlich des Medienechos dieser Forderung initiierten verbandsexterne Forscher eine Petition in der sie kritisierten der Verband Deutscher Geowissenschaftler würde „klimapolitische, -ökonomische, raumplanerische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen“ nicht berücksichtigen. Investitionen in fossile Energieträger würden finanzielle und personelle Ressourcen binden, welche anderweitig benötigt würden. Zu den Erstunterzeichnern gehörten fünfzehn Hochschullehrer.[4][5]

Auszeichnung Stein im Brett

Der BDG vergibt den Preis Stein im Brett. 2019 erhielt diesen die Dombauhütte Köln[6]; 2023 Axel Bojanowski.[7]

Einzelnachweise

  1. Lobbyregistereintrag "Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V." Abgerufen am 2. März 2024.
  2. GMIT-online. Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler, abgerufen am 3. November 2020.
  3. Fracking-Streit in der Ampel: FDP wirft SPD und Grünen Ideologie bei Gasförderung vor. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 2. März 2024]).
  4. Sign the Petition. Abgerufen am 2. März 2024 (amerikanisches Englisch).
  5. Streit um Erdgasförderung in Deutschland: Fracking spaltet die Geoforschung. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 2. März 2024]).
  6. Kölner Dombauhütte erhält Auszeichnung. In: Domradio Köln. 23. Oktober 2019, abgerufen am 2. März 2024.
  7. Wissenschaftler-Verband ehrt WELT-Autor Axel Bojanowski - WELT. 29. Februar 2024, abgerufen am 1. März 2024.
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