Capacocha

Die sogenannte Capacocha-Zeremonie war ein weitverbreitetes Inka-Opferfest des präkolumbischen Zeitalters, bei dem Menschen-, aber vor allem Kinderopfer der Sonne und anderen Gottheiten dargebracht wurden. Heute interpretieren Kulturwissenschaftler Capacocha als einen wichtigen Bestandteil jeder Herrschaft, die dem Zusammenhalten des Reiches diente. Dieses Opferfest wurde zu bedeutungswerten Anlässen aufgeführt: dem Tod eines Herrschers, der Geburt eines Königssohnes oder einer geschlagenen Schlacht. Vermutlich wurde auch alle zwei bis vier Jahre eine Capacocha gefeiert um vor Dürreperioden, Seuchen oder Naturkatastrophen vorzubeugen.[1]

Einzelnachweise

  1. Ritual: Inka betäubten Kinderopfer mit Koka und Alkohol. In: DIE WELT Online. 29. September 2015, abgerufen am 29. Februar 2024.
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