Das wunderbare Augenheilmittel

Das wunderbare Augenheilmittel ist ein orientalisches Märchen aus den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht; es zählt nicht zu den in der ursprünglichen Galland-Handschrift erwähnten Märchen, sondern wurde unabhängig von dieser von Antoine Galland in sein 1704 erschienenes erweitertes Werk eingefügt.

Die Kurzgeschichte erzählt von einer Begegnung von einem Ausgang des Kalifen Harun al-Raschid mit seinem Gesellschafter Abu Ya'qub, seinem barmakidischen Wesir Dscha'far ibn Yahya und den Dichtern Abu Nuwas und al-Asmaʿi, wobei sich Harun al-Raschid einen Spaß mit einem alten Mann erlaubt, der sich zu verteidigen weiß.[1]

Handlung

Einst ging der Kalif Harun al-Raschid mit seinem Gesellschafter Abu Ya'qub, seinem barmakidischen Wesir Dscha'far ibn Yahya und den Dichtern Abu Nuwas und al-Asmaʿi aus. Dabei trafen sie einen alten Mann, der auf einem Esel ritt, um in Bagdad ein Mittel für seine Augenkrankheit zu kaufen. Harun al-Raschid stiftet Dschafar an, mit dem Mann ein wenig Scherz zu treiben, woraufhin Dschafar sich an den Alten wendet und ihm eine physikalisch unmögliche Anleitung gibt. Der Alte erwidert nicht gerade amüsiert über den Scherz: "Gott schenke dir für deinen Lohn eine Sklavin, durch die du zuletzt dein Gesicht verlierst, und wenn du stirbst und deine Seele in die Hölle fährt, so ziehe sie dich im Kot am Bart herum." Harun al-Raschid lacht heftig und gibt dem Alten dreißigtausend Drachmen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Gustav Weil: Tausend und eine Nacht - Arabische Erzählungen, Karl Müller Verlag, Erlangen 1984 (dt. Erstausgabe 1839), Band 4, S. 70.
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