Tage des Donners
Tage des Donners (Originaltitel: Days of Thunder) ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Tony Scott aus dem Jahr 1990 mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Der Film wurde vom 11. Dezember 1989 bis zum 7. Mai 1990 gedreht und startete am 27. Juni 1990 im Verleih von Paramount Pictures in den US-amerikanischen Kinos. Für die Produktion waren die US-amerikanische Don Simpson/Jerry Bruckheimer Films sowie Paramount Pictures verantwortlich. In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Film am 20. September 1990 veröffentlicht.
Handlung
Tim Daland (Randy Quaid), ein Autohändler will mitten in der Saison mit einem eigenen NASCAR-Team antreten und fährt nach South Carolina, um Harry Hogge zu treffen. Harry lehnt ab für Tim Daland ein Auto zu bauen, Tim erzählt das es auch keine Untersuchung geben wegen den Unfall seines ehemaligen Fahrer Buddy Bretherton.
Harry trifft auf einer von Tim angemieteten Rennstrecke wo Rowdy Burns gerade seine Runden dreht. Harry bedankt sich bei Rowdy, dass er seinen Wagen zu Verfügung stellt. Da taucht der junge und ungestüme Rennfahrer Cole Trickle. Harry scheint nicht überzeugt zu sein von Cole und will ihn nicht fahren lassen, da er ihn für nicht gut genug empfindet. Cole bittet um eine Chance und Harry lässt sich drauf ein und gibt Cole noch paar Tipps vor der Testrunde, welche so gut war um fürs nächste Rennen die Pole Position zu erreichen.
Harry baut das gewünschte Auto, jedoch laufen die ersten Rennen alles andere als zufrieden stellend. Es kommt zur Aussprache wo Harry versucht zu erklären wie er zu fahren hat doch Cole geht im Frust. In einer Bar gibt es ein klärendes Gespräch, in dem Cole gesteht, dass er von Autos keine Ahnung hat. Harry und Cole machen einen Test auf einer Rennstrecke, Cole sollte 50 Runden fahren wie er es meint und dann 50 Runden wie Harry es möchte. Harrys Methode war nicht nur schneller, sondern auch wesentlich Reifen schonender.
Das nächste Rennen findet auf dem Darlington International Speedway statt. Cole fährt ein gutes Rennen und revanchiert sich bei Rowdy für sein ständiges Auffahren in Cole. Cole und Rowdy kommen sich nahe und Rowdy dreht sich 3 Runden vor Schluss, so dass Cole jetzt auf Platz 1 ist. Harry bittet Cole zur Box da dies alle tun nach 68 gefahrenen Runden. jedoch klemmt der Schlagschrauber, so dass Cole nur an 3. Stelle wieder auf die Strecke zurückkommt. Am Ende schafft er es das Rennen zu gewinnen.
Die nächsten Rennen gewinnt Cole allesamt. Nach einem Unfall mit seinem Erzrivalen Rowdy Burns der sich auf einer Ölspur dreht und voll in Rowdy fährt, landen die Beiden im Krankenhaus. Cole wird von Dr. Claire Lewicki behandelt. Die Beiden verlieben sich. Ihr Verhältnis gerät in eine Krise, als Claire dem an Allmachtsphantasien leidenden Cole an den Kopf wirft, er sei ein infantiler Egomane, und damit den Rennfahrer kurzzeitig aus der Bahn wirft. Seinen Platz im Team besetzt Russ Wheeler, jedoch hat Tim Daland die Idee ein 2.Team zu haben. Wheeler fährt Cole ins Auto, wo er den Mut verliert und den Motor explodieren lässt, um das Rennen vorzeitig zu beenden. Im nächsten Rennen. fängt sich Cole und Russ Wheeler fährt ihm immer wieder ins Auto, so dass Coles Reifen platzen. Wheeler gewinnt das Rennen, während Cole in die Box fährt und sich neue Reifen aufziehen lässt. Wut entbrannt fährt Cole Wheeler mit voller Absicht ins Auto, als dieser sich gerade feiern lässt. Zwischen Beiden Teams gibt es ein Handgemenge und Tim wirft das gesamte Team von Cole und Harry raus.
In der Zwischenzeit geht es Rowdy immer schlechter und schluckt massenhaft Medikamente um sich von den Schmerzen zu befreien. Cole überredet Rowdy sich ins Krankenhaus einzuweisen. Nach einer Untersuchung bittet Rowdy Cole sein Auto zu fahren, damit die Sponsoren bezahlt. Cole lehnt erst ab und erst nach erneuter Bitte, geht Cole zu Harry. Cole erzählt das er nicht in sein Auto steigt, sondern in das von Rowdy.
Es kommt zum letzten Rennen, wieder ist es Daytona, die Strecke wo alles Begann. Vor dem Renntag redet Harry mit dem Auto von Cole und sagt, dass er Angst hat und auf ihn aufpassen soll. In den Moment findet Harry ein Ölleck. Am Renntag wird noch am Auto geschraubt. Auf die Frage warum sagte Harry das der Motor kaputt sei und einen neuen beschaffen musste, welches von Tim Daland Team geklaut wurde. Cole fährt ängstlich das Rennen und findet sich auf dem letzten Platz, auf Funksprüche von Harry reagiert er nicht, erst nach einen Crash in derselben Kurve, wo er seinen schweren Unfall hatte und er unbeschadet aus den Dunst kommt ist Cole wieder der alte und holt sich ein Auto nach den anderen. Auf Platz Zwei direkt hinter Wheeler fährt er außen vorbei und überholt ihn, jedoch lässt sich Wheeler das nicht gefallen und fährt in ständig ins Auto. Coles Getriebe ist defekt, so dass er den höchsten Gang behält. Auf Druck vor dem Spacecar rauszukommen hilft das Team von Tim Daland Cole vorwärts zu bekommen. In der letzten Kurve fährt Cole ein Manöver, welches er selten macht, er täuscht an außen zu überholen, worauf Wheeler die Bahn wechselt und Cole dann plötzlich nach innen zieht und Wheeler in die Wand drückt. Cole gewinnt das Rennen.
Hintergrund
Der Film wurde in Phoenix (Arizona), in Florida, in North Carolina, in South Carolina, in Tennessee und in Utah gedreht.[1] Seine Produktionskosten betrugen schätzungsweise 60 Millionen US-Dollar. Der Film spielte weltweit ca. 165,9 Millionen US-Dollar ein, darunter ca. 82,7 Millionen US-Dollar in den Kinos der Vereinigten Staaten.[2]
Die Filmmusik stammt von Hans Zimmer, der bei den Aufnahmen Unterstützung von Jeff Beck bekam. Wie schon bei Top Gun waren auch auf diesem Soundtrack erfolgreiche Single-Auskopplungen vertreten, wie Guns N’ Roses mit dem Bob-Dylan-Song Knocking on Heavens Door und die Sängerin Maria McKee mit Show Me Heaven. Den Titelsong Last Note of Freedom sang der Whitesnake-Frontmann David Coverdale.
Tom Cruise stellte im Laufe der Dreharbeiten einen Rundenrekord auf dem Phoenix International Raceway in der Klasse „Fahrer ohne Lizenz“ auf.
Der US-amerikanische Journalist und Anti-Scientology-Blogger Tony Ortega behauptete 2015, Cruise habe Kidman im Film Todesstille gesehen und die Produzenten Bruckheimer und Simpson überzeugt, ihr die weibliche Hauptrolle als Neurochirurgin zu geben, obwohl sie mit 22 Jahren dafür zu jung gewesen sei. Cruise und Kidman begannen am Set eine Affäre, nach Cruises' Scheidung von Mimi Rogers heirateten die beiden Ende 1990.[3]
Drehorte

- Bristol, Tennessee, USA (Bristol Motor Speedway)
- Charlotte, North Carolina, USA (Charlotte Motor Speedway)
- Darlington, South Carolina, USA (Darlington Raceway)
- Daytona Beach, Florida, USA (Daytona International Speedway)
- DeLand, Florida, USA
- Florida, USA
- Magna, Utah, USA
- North Wilkesboro, North Carolina, USA (North Wilkesboro Speedway)
- Phoenix, Arizona, USA (Phoenix International Raceway)
- South Carolina, USA
Kritiken
Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 27. Juni 1990, dass viele Elemente des Films aus den früheren Filmen mit Tom Cruise wie Top Gun, Die Farbe des Geldes und Cocktail bekannt seien. Dazu würden gehören: Der von Cruise gespielte Charakter, sein älterer Mentor, eine attraktive Frau und ein Gegner. Diese Elemente würden in Tage des Donners eine „vorhersehbare Konstruktion“ bilden. Ebert lobte jedoch die Darstellungen von Robert Duvall und Michael Rooker.[4]
Desson Howe verspottete in der Washington Post vom 29. Juni 1990 den „triumphierenden“ Ausgang des Films, die „machohaften“ Bilder im MTV-Stil und die für das junge Publikum bestimmte Musik. Er lobte das mit Humor versehene Drehbuch von Robert Towne, das Nicole Kidman zu Tom Cruise den Satz sagen lässt: „Du bist ein infantiler Egomane.“ Kurz darauf heiraten Kidman und Cruise.[5]
„Die klischeehafte Action-Handlung um Stolz und schwererkämpfte Männerfreundschaft dient ausschließlich als Tummelplatz für überzogenen Männlichkeitswahn“, urteilte das Lexikon des internationalen Films, das weiterhin ausführte: „Lautstarke Technik und Hochglanz-Fotografie verdecken den Mangel an filmischer Innovation und Kreativität.“[6] Prisma nannte den Film ein „jämmerliches Rennfahrer-Spektakel“.[7] Das Fazit der Kinozeitschrift Cinema lautete schlicht: „‚Top Gun‘ auf Rädern: laut, schnell und heiß.“[8]
Auszeichnungen
Der Film war in der Kategorie Beste Spezialeffekte für den Oscar nominiert. Für die Musik gewann er den BMI Film & TV Award.
Synchronisation
Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke unter der Dialogregie von Jürgen Neu.[9] Tom Cruise wurde dabei von seinem damaligen Standardsprecher Stephan Schwartz synchronisiert. Cary Elwes (Russ Wheeler) wurde hingegen von Cruise’ späterem Standardsprecher Patrick Winczewski gesprochen.
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Cole Trickle | Tom Cruise | Stephan Schwartz |
| Dr. Claire Lewicki | Nicole Kidman | Petra Barthel |
| Harry Hogge | Robert Duvall | Friedrich Georg Beckhaus |
| Tim Daland | Randy Quaid | Andreas Mannkopff |
| Russ Wheeler | Cary Elwes | Patrick Winczewski |
| Rowdy Burns | Michael Rooker | Martin Keßler |
| Big John | Fred Dalton Thompson | Arnold Marquis |
| Buck Bretherton | John C. Reilly | Stefan Fredrich |
| Waddell | J. C. Quinn | Hans Nitschke |
Weblinks
- Tage des Donners bei IMDb
- Tage des Donners bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Tage des Donners bei Metacritic (englisch)
- Tage des Donners in der Online-Filmdatenbank
- Tage des Donners in der Deutschen Synchronkartei
Einzelnachweise
- Filming locations auf imdb.com, abgerufen am 5. November 2008.
- Box office / business auf imdb.com, abgerufen am 5. November 2008.
- Tony Ortega: How Scientology broke up Tom Cruise and Mimi Rogers: The story you haven’t heard. In: tonyortega.org. 14. April 2015, abgerufen am 17. September 2017.
- Filmkritik von Roger Ebert auf rogerebert.suntimes.com
- Filmkritik von Desson Howe auf washingtonpost.com
- Tage des Donners. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 1. September 2017.
- Tage des Donners. In: prisma. Abgerufen am 28. März 2021.
- Tage des Donners. In: cinema. Abgerufen am 8. April 2021.
- Tage des Donners. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 1. September 2017.