Fatin Abbas

Fatin Abbas (geboren 1982 in Khartum) ist eine sudanesisch-US-amerikanische Schriftstellerin englischer Sprache.

Leben

Fatin Abbas stammt aus der sudanesischen Mittelschicht und besuchte mit ihren zwei Geschwistern eine englischsprachige Schule in Khartum. Ihre Mutter war bei der UNO im Sudan beschäftigt, ihr Vater arbeitete als Englischprofessor an der Universität Khartum. Er wurde 1989 nach dem Militärputsch durch Omar al-Bashir als Regimegegner für ein Jahr inhaftiert. Die Familie floh in die USA, wo Abbas ihr Studium in Princeton begann. Sie machte einen B.A. in Englischer Literatur an der University of Cambridge und wurde 2012 mit der Dissertation Class, Gender and Indigeneity as Counter-discourses in the African Novel: Achebe, Ngugi, Emecheta, Sow Fall and Ali an der Harvard University promoviert. Sie machte außerdem einen Master of Fine Arts in Creative Writing am Hunter College der City University of New York.

Abbas schreibt in englischer Sprache journalistische Beiträge über die politische und gesellschaftliche Situation insbesondere in Afrika, die in verschiedenen internationalen Zeitschriften der USA und Europas veröffentlicht wurden. Seit 2019 arbeitet sie als Dozentin für Komparatistik am Bard College in Berlin. Sie veröffentlichte zwei Short Stories und im Jahr 2023 ihren ersten Roman, der im gegenwärtigen Sudan spielt.

Werke

  • Womb Memories. Short story. In: The Warwick Review, Dezember 2011
  • The Circumcision. Short story. Bei: openDemocracy, 2012
  • Ghost Season: A Novel. W. W. Norton, 2023
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