Frödisch
Die Frödisch oder der Frödischbach ist ein fast 13 Kilometer langer, geschiebereicher Gebirgswildbach, der vom Hoher Freschen westwärts durch das waldreiche, unbewohnte Frödischtal fließt und bei Sulz im Bezirk Feldkirch von rechts in die Frutz mündet.
| Frödisch Frödischbach | ||||||
![]() Mündung der Frödisch (links im Bild) in die Frutz (rechts) Mündung der Frödisch (links im Bild) in die Frutz (rechts) | ||||||
| Daten | ||||||
| Gewässerkennzahl | AT: 812103 | |||||
| Lage | Bregenzerwaldgebirge
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| Flusssystem | Rhein | |||||
| Abfluss über | Frutz → Rhein → Nordsee | |||||
| Quelle | nahe dem Hoher Freschen 47° 18′ 11″ N, 9° 46′ 9″ O | |||||
| Quellhöhe | 1400 m ü. A. | |||||
| Mündung | bei Sulz in die Frutz 47° 16′ 53″ N, 9° 39′ 6″ O | |||||
| Mündungshöhe | 495 m ü. A. | |||||
| Höhenunterschied | 905 m | |||||
| Sohlgefälle | 71 ‰ | |||||
| Länge | 12,8 km[1] | |||||
| Gemeinden | Viktorsberg, Zwischenwasser, Sulz, Röthis | |||||
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Geographie
Verlauf
Rechtsseitig sind die Berge der Kugelgruppe, linksseitig die Ausläufer der Freschengruppe. Der Hohe Freschen stürzt mit 600 m hohen Wänden ins Quellgebiet der Frödisch, ins Frödischtobel, ab.[2]
Zuflüsse
- Valüratobelbach (rechts), 1,0 km
- Rindereggtobelbach (links). 1,6 km
- Schwammtobelbach (links). 2,6 km
- Spiegeltobelbach (rechts), 1,7 km
- Gunztobel(bach) (links), 1,2 km
- Litatobelbach (rechts), 1,8 km
- Breiteggtobel(bach) (links), 0,6 km
- Engerestobelbach (rechts), 2,8 km
- Fitzistobelbach (rechts), 1,5 km
- Lindenbodentobel(bach) (links), 1,4 km
- Cachäustobel(bach) (links), 1,2 km
- Großer Ruchtobel(bach) (links), 1,0 km
- Kleiner Ruchtobel(bach) (links), 0,9 km
- Kühtobel(bach) (links), 0,7 km
- Molatobel(bach) (links), 2,0 km
- Bachtobelbach (rechts), 1,3 km
- Wiegentobel(bach) (links), 0,5 km
- Mühlbach[3] (rechte Abzweigung), 2,8 km
- Mühltobel(bach) (links), 6,0 km
- Schulertobel(bach) (links), 3,0 km
- Dallabisbach (links), 1,1 km
Natur und Umwelt

Am Ober- und Mittellauf ist die Frödisch ein weitgehend unberührtes und natürliches Gewässer. Der Unterlauf ist gegen die Hochwassergefahr durch Dämme verbaut.
Das Frödischtal gilt seit jeher als Lebensraum von Rauhfußhühnern.[4]
Wirtschaft

Bis 1971 wurde die Frödisch zur Holztrift genutzt. Am Oberlauf ist bis heute die zum Triften erforderliche Wasserstube (ein kleines künstliches Staubecken) erhalten. Ab der Pöpiswiesalpe führt ein Weg in 10 Minuten dorthin.[5]
Im Lithatobel, einem rechten Seitental des Frödischtales, wurde seit 1965 ein Steinbruch betrieben. Infolge unsachgemäßer Abbaumethoden gilt dieser als instabil; Steinschlag und Felssturz bedrohen den von Wanderern, Radfahrern, Alp- und Waldbewirtschaftern genutzten Schönbuchweg. Die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch ordnete als Sicherungsmaßnahme an, die labilen Felspartien kontrolliert zu sprengen und abzutransportieren. Dies wiederum rief Bürgerinitiativen, die den Erholungswert des Tales durch umfangreichen LKW-Verkehr gefährdet sehen, auf den Plan.[6][4]
Weblinks
- Verlauf der Frödisch auf dem Vorarlberg Atlas
- Die Frödisch - Ein Fluss verbindet – Projektarbeit der Hauptschule Sulz-Röthis
Einzelnachweise
- Vorarlberg Atlas
- Dieter Seibert: Gebietsführer „Bregenzerwaldgebirge und Lechquellengebirge, 1. Auflage. Bergverlag Rudolf Rother, München 1989, ISBN 3-7633-3328-2
- Rechte Abzweigung, mündet in die Frutz
- Anfrage des grünen-Obmanns Johannes Rauch vom 23. Oktober 2007 an Landesrat Erich Schwärzler
- Wegweiser 92.60 an der Pöpwiesalpe (Gemeinde Viktorsberg)
- Bescheid der BH Feldkirch vom 14. März 2006, Aktenzahl: BHFK-II-1390/0009

