Georg von Perbandt

Georg Ernst von Perbandt (* 1. September 1845 in Potsdam; † 1. Juni 1906 in Berlin) war ein preußischer General der Infanterie.

Georg von Perbandt

Leben

Herkunft

Georg entstammte dem altpreußischen Uradelsgeschlecht von Perbandt. Er war Sohn des Oberleutnant a. D. Friedrich Ernst Eduard von Perbandt (1817–1877) und dessen Ehefrau Agnes Praetorius (1824–1890). Er hatte zwei Brüder und eine Schwester, wobei seine Brüder schon im jungen Alter starben.

Karriere

Georg von Perbandt besuchte das Friedrich-Werdersche Gymnasium und studierte nachfolgend an den Universitäten Heidelberg und Berlin Jura und Kameralwissenschaften.[1] Am 13. Mai 1866 trat er als Dreijährig-Freiwilliger mit Aussicht auf Beförderung in die 4. Kompanie des 4. Garde-Regiment zu Fuß der preußischen Armee ein und nahm mit seinem Verband am Krieg gegen Österreich teil. Er wurde am 22. August 1866 zum Fähnrich ernannt und stieg am 9. Februar 1867 zum Leutnant auf. Am 11. Juli 1868 zum Bataillonsadjutanten des I. Bataillons im Regiment ernannt und rückte mit seinem Verband in den Krieg gegen Frankreich aus. Er wurde bei der Schlacht von Gravelotte leicht verwundet und diente nachfolgend vom 19. August bis zum 18. Oktober 187 als stellvertretender Adjutant der 2. Garde-Infanterie-Brigade. In der Reserve nahm er an der Schlacht von Beaumont teil und beteiligte sich bis Kriegsende noch aktiv an der Schlacht bei Sedan, der Beschießung von Montmedy, der Belagerung von Paris und der Beschießung von Pont Ihlon am 23. Dezember 1870. Im gesamten Konflikt wurde er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.[2]

Nach Kriegsende wurde er zunächst ab dem 16. Juni 1871 als Regimentsadjutant verwendet und am 12. Oktober 1872 als dienstältester Leutnant in das 3. Garde-Regiment zu Fuß unter gleichzeitiger Verwendung als Adjutant bei der 4.-Garde-Infanterie-Brigade versetzt und dort alsbald zum Oberleutnant befördert. Am 29. April 1875 wurde er von seiner Dienstleistung entbunden und auf ein Jahr zur Dienstleistung beim Großen Generalstab kommandiert. Am 4. April 1876 wurde er so dem Generalstab der Armee aggregiert und am 18. Mai des Jahres zum Hauptmann befördert. Am 13. Juni erfolgte dann seine Einrangierung in den Großen Generalstab. Am 20. Februar 1877 wurde er als Generalstabsoffizier in den XI. Armee-Korps und am 3. Januar 1880 in die 5. Division abkommandiert. Ab dem 14. Oktober 1882 wurde er als Kompaniechef beim Infanterie-Regiment „Bremen“ (1. Hanseatisches) Nr. 75 verwendet und am 6. Dezember 1883 in den Großen Generalstab zurückversetzt, wo er am 15. April 1884 zum Major aufrückte. Nachfolgend wurde er am 8. Mai 1884 in den Generalstab des XVI. Armee-Korps versetzt, wo er die nächsten vier Jahre blieb um dann zum Stab der 3. Armee-Inspektion versetzt zu werden. Am 24. März 1890 erfolgte seine Beförderung zum Oberstleutnant und Abteilungschef der 4. Abteilung im Großen Generalstab, wonach er als Lehrer an der preußischen Kriegsakademie wirkte. Unter Beförderung zum Oberst im Jahr 1893 wurde er Regimentskommandeur des 2. Badischen Grenadier-Regiment „Kaiser Wilhelm I.“ Nr. 110 in Mannheim, wo er bis zu seiner Beförderung zum Generalmajor und Brigadekommandeur der 62. Infanterie-Brigade in Hagenau am 18. Juli 1896 diente. Am 27. Januar 1900 erfolgte seine Beförderung zum Generalleutnant und Kommandeur der hessischen Divisionen. 1902 wurde er Generalinspekteur der Fußartillerie.[3]

Familie

Georg von Perbandt war zweimal verheiratet. Er war seit dem 3. Juni 1872 mit Margarethe von Schaetzell verheiratet. Nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 1888 heiratete er am 8. August 1889 Wilhelmine von Ricou verheiratet. Eine Schwester seiner zweiten Ehefrau, Antoinette, war mit dem preußischen Generalmajor Ludolf von Alvensleben verheiratet.[4] Aus seinen zwei Ehen entstanden sechs Kinder, darunter der einzige Sohn Herbert von Perbandt.[5]

Einzelnachweise

  1. Ludwig August Klemens: Beitrag zur Griechischen Grammatik: Einige Bemerkungen über den Modus in Objectsätzen und über deren Form bei Thucydides und bei Xenophon. Gedruckt in der Nauckschen Buchdruckerei, 1865 (google.com [abgerufen am 2. Februar 2024]).
  2. Bogislav von Bagensky: Geschichte des Königlich Preussischen 4. Garde-Regiment zu Fuss, 1860-1884: Im Auftrage des Regiments insbesondere für den Gebrauch der Unteroffiziere und Mannschaften desselben dargestellt. E.S. Mittler, 1885 (google.com [abgerufen am 2. Februar 2024]).
  3. Über Land und Meer: Deutsche illustrierte Zeitung. Deutsche Verlags-austalt, 1902 (google.com [abgerufen am 2. Februar 2024]).
  4. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser: zugleich Adelsmatrikel der im Ehrenschutzbunde des Deutschen Adels vereinigten Verbande. Julius Perthes, 1907 (google.com [abgerufen am 2. Februar 2024]).
  5. Handbuch des Preußischen Adels. Mittler, 1893 (google.com [abgerufen am 2. Februar 2024]).
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. Additional terms may apply for the media files.