Hans Hoffer

Hans Hoffer (* 11. April 1823 in Langenlois; † 21. April 1891) war ein österreichischer Turner und Hochschullehrer. Er gilt als Vorkämpfer des Schulturnens in Österreich.[1]

Leben und Werk

Hoffer stammte aus Niederösterreich. Nach dem Besuch des akademischen Gymnasiums studierte er von 1843 bis 1846 Rechtswissenschaften an der Universität Wien und danach bis 1854 Medizin. Bereits während seines Jurastudiums trat er in die Turnanstalt von Rudolf von Stephany ein, wo er bereits nach kurzer Zeit Hilfslehrer wurde. 1871 erfolgte seine Berufung zum Universitätsturnlehrer in Wien und 1887 zum Direktor der k. k. Universitätsturnanstalt Theresianum und des Turnlehrerbildungskurses. Außerdem wurde er Mitglied der Prüfungskommission für das Lehramt des Turnens an Mittelschulen und an Lehrerbildungsanstalten in Österreich-Ungarn. Er trug den Professorentitel und wurde Gründer und Vorsitzender des österreichischen Turnlehrer-Vereins.

Schriften (Auswahl)

  • Unterricht im Turnen. Bericht. In: Bericht des oesterreichischen Unterrichtswesens aus Anlass der Weltausstellung 1873. II. Teil, Wien 1873, S. 138–145.
  • Professor Richard Kümmel. In: Monatsschrift für das Turnwesen. Berlin 1888, S. 232–235.

Literatur

  • G. Lukas: Hans Hoffer. In: Monatsschrift für das Turnwesen, 1891, S. 161 ff.
  • J. Pawel: Hans Hoffer. Ein Bild seines Lebens und Werkens. In: Deutsche Turnzeitung 1891, S. 468 ff.
  • Ludwig Glas: Hans Hoffer. Ein Lebensbild. In: Jahrbücher der deutschen Turnkunst, Leipzig 1891, S. 497 ff.'
  • Carl Euler: Encyklopädisches Handbuch des gesamten Turnwesens. 1896, S. 506.
  • Lorenz Held. In: Hugo Rühl: Deutsche Turner in Wort und Bild. A. Pichlers Witwe & Sohn, Leipzig / Wien 1901, S. 112–113.

Einzelnachweise

  1. Matthäus Much: „Schliemann Niederösterreichs“ und deutschnationaler Antisemit. Die politische und weltanschauliche Färbung seiner wissenschaftlichen Arbeit im Spiegelbild seiner Zeit.
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