Heinz-Kühn-Bildungswerk

Das Heinz-Kühn-Bildungswerk ist seit 1975 eine staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung in Nordrhein-Westfalen mit Standorten in Dortmund und Köln. Träger ist der SBG-Zentralausschuss e.V.[1] Das Bildungswerk veranstaltet Tagungen, Seminare, Bildungsurlaub und Studienfahrten zu gesellschaftspolitischen Themen.[1] Nach eigenen Angaben sollen damit das demokratische Verantwortungsbewusstsein gestärkt, die kritische Urteilsbildung gefördert und der Dialog unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen ermöglicht werden.[2]

Heinz-Kühn-Bildungswerk
Logo
Rechtsform Weiterbildungseinrichtung
Gründung 1975
Sitz Dortmund
Leitung Renate Schmeltzer-Urban (Geschäftsführerin)

Jan Zajic (Pädagogischer Leiter)

Branche Weiterbildungen
Website www.hkb-nrw.de
Stand: 22. Juni 2023
Heinz Kühn, 1966

Geschichte

Bereits in den 1920er-Jahren existierte das Sozialistische Bildungswerk, dessen Vorbild wiederum die Arbeiterbildungsvereine des 19. Jahrhunderts waren, in denen der deutsche Arbeiter seine Bildung seinen Interessen entsprechend vertiefen konnte.

Die Entstehung des Heinz-Kühn-Bildungswerks ist auf die Sozialistischen Bildungsgemeinschaften (SBG) zurückzuführen. Im Jahr 1947 gründete Heinz Kühn eine erste informelle Bildungsgemeinschaft. Bei regelmäßigen Treffen referierte Kühn über die Geschichte der Arbeiterbewegung in Deutschland und stellte mit Willi Eichler ein Forum über den Austausch über Grundsätze eines neuen Parteiprogramms her. In der inhaltlichen Arbeit wurde vor allem politisches Wissen vermittelt, das die Belastungen durch den Nationalsozialismus zu überwinden versuchte und demokratisches Bewusstsein erzeugen und stärken wollte.

Als Meilenstein der eigenen Geschichte bezeichnet das Bildungswerk das Weiterbildungsgesetz aus dem Jahr 1975 (in der Amtszeit des Ministerpräsidenten Heinz Kühn). Hier wurde die Förderung politischer Bildungsarbeit juristisch fixiert.[3]

Zertifikat für „Qualität in der Weiterbildung“
Zusatzzertifikat „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Profil

Die Themen des Heinz-Kühn-Bildungswerks umfassen die Deutsche Einheit, Europa, Grundfragen der Demokratie und politischen Systeme, Partizipation und Wahlen.[4]

Wichtige Themenbereiche sind die Fragen der Wiedervereinigung und der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der neuen Bundesländer, aber auch zur Geschichte der DDR, SED und der Stasi. Als weiterer Schwerpunkt der politischen Bildung wird die Europäische Integration bezeichnet. Das Bildungswerk gibt an hier über die Grundlagen der Europäischen Union von den Römischen Verträgen bis hin zur Europäischen Verfassung informieren zu wollen.[5]

Gedenkstättenseminare

Gedenkstättenseminare gehören zum Kernangebot des Heinz-Kühn-Bildungswerks. Das Unbegreifliche begreifbar zu machen ist in diesem Zusammenhang ein herausfordernder Prozess, den wir durch jahrzehntelange Erfahrung in gebotener Sensibilität zu vermitteln vermögen.

Die Annäherung durch intensive Gespräche mit überlebenden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen fällt nach und nach weg. Mithilfe von Medien und innovativen Veranstaltungsformaten arbeitet das Heinz-Kühn-Bildungswerk mit den gängigen Methoden der Erinnerungskultur. Regelmäßig bieten wir 5-tägige Gedenkstättenseminare im In- und Ausland an. Zu unseren wiederkehrenden Angeboten zählen Auschwitz/Krakau, Theresienstadt/Prag, Dachau/München, Buchenwald/Weimar und viele andere. Unsere Gedenkstättenseminare können im Rahmen eines Bildungsurlaubs besucht werden.

Belege

  1. Heinz Kühn Bildungswerk – SGK NRW. Abgerufen am 22. Juni 2023.
  2. Politische Bildung. In: Heinz-Kühn-Bildungswerk. Abgerufen am 22. Juni 2023 (deutsch).
  3. Geschichte. Abgerufen am 22. Juni 2023.
  4. Bundeszentrale für politische Bildung: Heinz-Kühn-Bildungswerk - SBG-Zentralausschuss e.V. | bpb. Abgerufen am 22. Juni 2023.
  5. Über uns. Abgerufen am 7. Februar 2024 (deutsch).
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