Hermann Bigelmayr

Hermann Bigelmayr (geb. 20. Februar 1958 in Jettingen) ist ein deutscher Holzbildhauer.

Riesenstuhl von Hermann Bigelmayr in Weimar

Leben

1973–76 absolvierte er die Berufsfachschule für Holzbildhauer in Oberammergau mit der Gesellenprüfung. Von 1976 bis 1982 war Bigelmayr an der Kunstakademie München bei Hans Ladner, Meisterschüler und erlangte dort sein Diplom. Biglmayr hatte auch verschiedene Lehrtätigkeiten übernommen. 1980 war Bigl Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes.[1]

Bigelmayr schuf 2005 den 20 Tonnen schweren Riesenstuhl vor der Universitätsbibliothek in Weimar, die zeitgleich mit diesem eingeweiht wurde. So hat der Künstler Hermann Bigelmayr das Kunstwerk Drei sich aufrichtende Halme im Rahmen der Bundesgartenschau 2005 in München bei Schloss Blutenburg aufgestellt.[2][3] Biglmayr hat das Kreuz als Kunstwerk eine Rolle zugewiesen. So hat der Künstler Hermann Bigelmayr mit dem Kunstwerk Das Kreuz im Nichts[4] ein zentrales Orientierungssymbol auf dem überkonfessionellen Friedhof geschaffen. Wenn der Betrachter in die Großplastik hineingeht, erkennt er in deren Zwischenräumen das christliche Kreuz. Gleichzeitig ist die Skulptur aber nach allen vier Himmelsrichtungen offen und symbolisiert so alle Religionen auf der Welt. Aufgrund des überkonfessionellen Ansatzes wurde das Kunstwerk vielfach Diskussionsstoff für politisch-religiöse Debatten in Bayern.

Bigelmayr erhielt 1984 zusammen mit Albert Hien und Hormtientong Somboon den Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München und 2010 zusammen mit Dorothea Frigo den Seerosenpreis der Stadt München.

Einzelnachweise

  1. http://www.hermannbigelmayr.de/biography.html
  2. Kunstwerk Drei sich aufrichtende Halme (Memento vom 15. April 2011 im Internet Archive).
  3. Magnus Reitinger: Serie zum Skulpturenweg Weilheim: Denkmal für einen Grashalm, mitten in der Stadt. In: merkur.de. 19. November 2023, abgerufen am 28. Februar 2024.
  4. Das Kreuz im Nichts (Memento vom 8. Dezember 2010 im Internet Archive), Kunstwerk am neuen Friedhof München-Riem
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