Immobilienverband IVD

Der Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e. V. ist in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins ein großer deutscher Unternehmensverband in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Er ist zudem eine Berufsorganisation und Interessenvertretung der Dienstleistungsberufe in der Immobilienwirtschaft. Zu den rund 6.200 Mitgliedsunternehmen zählen insbesondere Immobilienmakler, Immobilienverwalter und Bewertungs-Sachverständige sowie Finanzierungs- und Finanzdienstleister, Projektentwickler, Facilitymanager, Bauträger und weitere Berufsgruppen der Immobilienbranche.

Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen
(IVD)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 28. August 2004
Sitz Berlin
Zweck Förderung und Vertretung der Berufszweige, Berufsgruppen und Berufsvertreter der deutschen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
Vorsitz Präsident Dirk Wohltorf[1]
Mitglieder 6.200
Website www.ivd.net

Geschichte

Der Verband entstand am 28. August 2004 als Zusammenschluss aus den bis dahin selbständigen Bundesverband des Ring Deutscher Makler und dem Verband Deutscher Makler durch Beschlüsse der beiden Mitgliederversammlungen. Dirk Wohltorf ist seit 2023 Präsident des IVD. Sein Vorgänger Jürgen Michael Schick wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Aufgaben und Ziele

Als Berufsverband setzt sich der Verband für eine Förderung und die Sicherung der Berufsausübung seiner Mitglieder ein. Der IVD konzentriert seine politische Interessenvertretung auf Themen, bei denen er durch Einflussnahme die Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Erfolg seiner Mitglieder sichern und verbessern kann. Ein Anliegen dafür ist die Förderung des Ansehens der im Verband repräsentierten Berufe. Der IVD arbeitet an besseren Rahmenbedingungen für Marktteilnehmer und Verbraucher. Dazu nahm der Verband 2015 unter anderem ein eigenes Immobilienportal (ivd24) in Betrieb, in das nur IVD-Mitglieder Inserate einstellen dürfen. Der IVD vertritt die Interessen seiner Mitglieder auch auf europäischer Ebene.

Politische Teilnahme und Marktforschung

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) nimmt eine aktive Rolle in der politischen Diskussion und Marktforschung ein. Die Ergebnisse werden in hauseigenen Publikationen wie etwa dem Preisspiegel veröffentlicht und tragen dadurch zur öffentlichen Bewertung des Marktes bei. Um die aktuelle Marktlage zu analysieren und zu bewerten, erhebt der Verband das Transaktionsvolumen, führt regelmäßige Umfragen unter seinen Mitgliedern durch und arbeitet zur Auswertung mit externen Immobilienexperten zusammen. Diese Maßnahmen dienen dazu, Einblicke in politische Entscheidungen zu geben und ihre Konsequenzen für die Immobilienwirtschaft zu beurteilen.

Auch bei politischen Entscheidungsprozessen vertritt der Verband die Interessen der Immobilienwirtschaft, wie z.B. beim Wohngipfel im Bundeskanzleramt im September 2023.

IVD-Präsident Dirk Wohltorf mit Bundeskanzler Olaf Scholz auf dem Wohngipfel im Bundeskanzleramt, September 2023.

Publikationen

In der Publikation und Medienkommunikation trägt der Verband zur Informationsverbreitung in der Immobilienbranche bei. Zu den regelmäßigen Veröffentlichungen gehören der jährlich erscheinende IVD-Gewerbepreisspiegel, der die Immobilienmarktentwicklung in rund 380 Städten abbildet, und der IVD-Wohn-Preisspiegel, der Daten zu 450 Städten und Regionen liefert. Beide Publikationen basieren auf Marktinformationen von IVD-Marktberichterstattern. Zudem veröffentlicht der Verband das Fachmagazin „AIZ – Das Immobilienmagazin“, um über Branchentrends und Entwicklungen zu berichten. Der IVD gibt zudem spezielle Newsletter für Mitglieder heraus, die aktuelle Brancheninformationen enthalten.

Bildungsangebote

Der Immobilienverband Deutschland IVD engagiert sich in der Organisation von Veranstaltungen und der Bereitstellung von Bildungsangeboten. Jährlich veranstaltet der Verband den Deutschen Immobilientag (DIT), eine der größten Netzwerkveranstaltungen der Immobilienbranche, die in verschiedenen Städten stattfindet. Darüber hinaus engagiert sich der IVD in der Europäischen Immobilienakademie (EIA) und der Deutschen Immobilienakademie (DIA), die als Weiterbildungsinstitute in den Kernbereichen Immobilienwirtschaft und Sachverständigenwesen fungieren und jährlich über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verzeichnen.

Organisation

Auf regionaler Ebene unterstützt der in Berlin ansässige Verband mit sechs selbständigen Regionalverbänden die Arbeit seiner Mitglieder und steht der Öffentlichkeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

  • Region Nord (Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) mit Sitz in Hamburg
  • Region Mitte (Bundesländer Hessen und Thüringen) mit Sitz in Frankfurt am Main
  • Region Berlin-Brandenburg (Bundesländer Berlin und Brandenburg) mit Sitz in Berlin
  • Region West (Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland) mit Sitz in Köln
  • Region Mitte-Ost (Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt) mit Sitz in Leipzig
  • Region Süd (Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg) mit Sitz in München

Mitgliedschaften

Der Verband ist folgenden Verbänden angeschlossen:

Fußnoten

  1. ivd: Präsident Dirk Wohltorf. Abgerufen am 19. Februar 2024.
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