Johann Gottfried Kirsten
Johann Gottfried Friedrich Kirsten (1759–1843) war in Weimar Bergrat[1], Ratsherr und Bürgermeister.
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Leben
Kirsten war von Beruf Kaufmann. Die Bürgermeister in Weimar wurden um das Jahr 1800 sonst nur von Juristen gestellt.[2] Ein Johann Gottfried Friedrich Kirsten aus Thüringen ist für das Jahr 1782 in einem Verzeichnis von Disputanten an der Universität Leipzig aufgeführt. Demnach hätte Kirsten in Leipzig Jua studiert.[3] Bis 1811 übte Kirsten das Bürgermeisteramt gemeinsam mit Carl Adolph Schultze aus. Er war seit 1798 2. Bürgermeister und damit Schultze nachgeordnet.[4][5][6] Kirsten war zwischen Reinsdorf und Vitzenburg an der Unstrut auch Mühlenbesitzer der Grabenmühle und dort Erb-, Lehns- und Gerichtsherr.[7] Er besaß das Rittergut Olbersleben.[8]
In der Windischenstraße 13[9] wohnten der Bürgermeister Johann Gottfried Friedrich Kirsten und seine Töchter, die von Helene Böhlau beschriebenen „Ratsmädel“ Therese und Marie.[10] Eine Gedenktafel hierzu befindet sich am Hause. Helene Böhlau war Enkelin einer der beiden Ratsmädel.[11]
Weblinks
Einzelnachweise
- Leipziger gelertes Tagebuch auf das Jahr 1782, Breitkopf & Härtel, Leipzig 1782, S. 99.
- Wolfgang Huschke: Die Ratslisten der Stadt Weimar von 1348 bis 1810(=Stiftung Stoye: Schriftenreihe der Stiftung Stoye Nr. 15), Neustadt an der Aisch 1986, S. 61.
- Ekkehard Schwartz: Gottlob König, 1779-1849: ein Leben für Wald und Landschaft, 1999, S. 24 f.
- Birgitt Hellmann: Bürger, Bauern und Soldaten: Napoleons Krieg in Thüringen 1806 in Selbstzeugnissen : Briefe, Berichte, Erinnerungen, Hain, 2005, S. 320.
- Zum sog. "Ratsmädelhaus": Hannelore Henze, Ilse-Sibylle Stapff: Streifzüge durch das alte Weimar. Wartburg-Verlag, Weimar 2004, S. 57 f. ISBN 3-86160-156-7
- Helene Böhlau: Rathsmädelgeschichten. 1888. spätere Ausgaben: Ratsmädelgeschichten. J. C. C. Bruns, Minden ab 1914. Sieben Erzählungen. Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe bei DNB Online
- Art. Böhlau, Helene, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 48.