Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand
Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ist ein Krankenhaus in freigemeinnütziger Trägerschaft in Hamburg-Wilhelmsburg und ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg Eppendorf. Träger ist die am 19. September 2021 errichtete katholische Pfarrei St. Maximilian Kolbe.[1] Die Klinik beschäftigt circa 600 Mitarbeiter und bietet 70 Ausbildungsplätze.
| Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand | ||
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| Trägerschaft | Katholische Pfarrei St. Maximilian Kolbe | |
| Ort | Hamburg-Wilhelmsburg | |
| Bundesland | Hamburg | |
| Staat | Deutschland | |
| Koordinaten | 53° 30′ 13″ N, 9° 59′ 10″ O | |
| Geschäftsführer | Christoph Schmitz | |
| Betten | 209 | |
| Mitarbeiter | 600 | |
| Gründung | Neugründung 1948 | |
| Website | gross-sand.de | |
| Lage | ||
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Struktur
Das Krankenhaus Groß-Sand ist mit 209 stationären und 20 tagesklinischen Betten im Hamburger Krankenhausplan aufgenommen.[2] Es leistet die medizinische Grund- und Regelversorgung für mehrere Fachgebiete; es bietet 20 tagesklinische Behandlungsplätze und eine Intensivstation. Im Jahr 2010 wurden 5866 Patienten stationär und 11928 Patienten ambulant behandelt.
An das Krankenhaus angeschlossen war die Krankenpflegeschule Groß-Sand, die zum Oktober 2020 geschlossen wurde.[3] Die praktischen Ausbildungsplätze im Krankenhaus blieben dabei erhalten, der Theorieteil wird an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Hamburg (SGKH) in Hammerbrook unterrichtet.[4]
In Kooperation mit dem Marienkrankenhaus in Hohenfelde wird das Zentrum für Notfall- und Akutmedizin seit 2017 betrieben.
Geschichte
Mit der Industrialisierung Hamburgs kamen viele Arbeiter auf die bis dahin ländliche Insel Wilhelmsburg. Sie wurden vor allem aus der preußischen Provinz Posen angeworben und waren vorwiegend katholisch und polnischsprachig. Eines der größten Unternehmen Wilhelmsburgs war die 1889 gegründete Wollkämmerei am Reiherstieg. Sie unterhielt ein Betriebskrankenhaus, das bei Luftangriffen 1944 völlig zerstört wurde.[5]
1948 stellte die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius ein Grundstück bereit und baute mit staatlicher Förderung ein neues 70-Betten-Krankenhaus. Es wurde das erste freigemeinnützige Krankenhaus in Hamburg nach dem Zweiten Weltkrieg. Das neue Krankenhaus wurde im Januar 1950 eingeweiht. Die Pflege übernahmen Katharinenschwestern, die aus Ostpreußen geflüchtet waren.[6]
Steigende Bevölkerungszahlen sowie eine sich ständig verbessernde medizinische Versorgung erforderten eine Erweiterung der Kapazitäten und so wurde die Bettenzahl im Jahr 1958 auf 159 erhöht.[7]
Bis 2022 war die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius Träger des Krankenhauses. Mit der Zusammenlegung der katholischen Gemeinden südlich der Elbe (S. Bonifatius, St. Maria und St. Joseph in Harburg, sowie Heilig Kreuz in Neugraben) zu einer neuen Pfarrei St. Maximilian Kolbe[8] ging auch die Trägerschaft auf die neue Pfarrgemeinde über.
Fachgebiete
Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand verfügt über 8 Fachabteilungen:
- Klinik für Innere Medizin (Gastroenterologie, Kardiologie, Neurologie, Stoffwechsel)
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Lungenerkrankungen
- Nierenerkrankungen
- ambulante Endoskopien
- Rheumatologie und Immunologie (Autoimmunerkrankungen, Entzündungsmedizin, Immunologie)
- ambulante Endoskopien
- Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax, Unfall- und Gefäßchirurgie
- Allgemein- und Bauchchirurgie
- Thoraxchirurgie
- Leisten- und Bauchwandbruch
- Unfallchirurgie mit BG-Sprechstunden
- Wirbelsäulenchirurgie
- Klinik für Orthopädie[9]
- Endoprothetik für Knie, Hüfte, Schulter
- Revisionseingriffe
- Tumororthopädie
- Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin
- Zentrum für Geriatrie
- Akutgeriatrie
- Palliativmedizin
- Geriatrische Frührehabilitation
- Geriatrische Tagesklinik
- Zentrum für Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation
- Phase B
- Zentrum für Notfall- und Akutmedizin
Außerdem verfügt das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand über verschiedene ambulante Angebote, eine Tagesklinik, therapeutische Teams und eine Radiologie:
- Geriatrische Tagesklinik
- Zentrum für Endoskopie
- Medizinische Versorgungszentren mit orthopädischer und hausärztlicher Versorgung[10]
- D-Arzt-Zulassung
- Ergotherapie
- Logopädie
- Physio- und Physikalische Therapie
- Psychologie & Neuropsychologie
- Radiologie
Literatur
- Ulrich Krieter: Die St. Bonifatius-Gemeinde in Hbg.-Wilhelmsburg zur Zeit des Pfarrers Krieter. GRIN Verlag, Norderstedt 2009, ISBN 3-640-48494-0 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- Ernst Reinstorf: Geschichte der Elbinsel Wilhelmsburg: von Urbeginn bis zur Jetztzeit. BoD, 2003, ISBN 3-8334-0282-2 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Weblinks
Einzelnachweise
- Impressum. In: Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand. Abgerufen am 7. März 2024.
- Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand. In: Hamburger Krankenhausspiegel. Abgerufen am 7. März 2024.
- NDR: Aus für Krankenpflegeschule in Wilhelmsburg. Abgerufen am 12. August 2020.
- Neuer Ausbildungspartner, Mitteilung des Wilhelmsburger Krankenhauses Groß-Sand, 17. Juni 2020.
- Ernst Reinstorf: Geschichte der Elbinsel Wilhelmsburg. 2003, ISBN 3-8334-0282-2, S. 331.
- Wilhelmsburger Krankenhaus. In: Hamburgre Abendblatt, 16. Januar 1950, S. 3. (Digitalisat)
- Geschichte des Wilhelmsburger Krankenhauses Groß-Sand (Memento vom 18. Januar 2010 im Internet Archive)
- Matthias Schatz: Pfarreigründung im Pastoralen Raum Hamburg-Süd, Erzbistum Hamburg ohne Datum. (Abgerufen im Juli 2022)
- Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand: Orthopädie Wilhelmsburg: Spezialgebiet Arthrose. 28. Februar 2018 (gross-sand.de [abgerufen am 14. März 2018]).
- Super User: MVZ Groß-Sand. Abgerufen am 29. Februar 2024 (deutsch).

