Marie Henriette Caroline von Herder

Marie Henriette Caroline Herder, geb. Schmidt, ab 1802: von Herder, in zweiter Ehe: von Voigt, (* 15. Dezember 1775 in Weimar;[1] † 7. Mai 1837 ebenda[2]) war eine Tochter des Kaufmanns Johann Christian Schmidt. Sie heiratete am 5. Juni 1797 den Hofmedicus Gottfried (von) Herder[3] und wurde damit Schwiegertochter von Johann Gottfried Herder. Der Ehe entstammten drei überlebende Kinder. Nach dem Tod ihres Mannes 1806 wurde sie am 24. November 1811 Ehefrau des Geheimen Regierungsrats Dr. (h. c.) Christian Gottlob von Voigt[4] (1774–1813).[5] Ein neugeborener Sohn starb im September 1812.[6] Sie überlebte ihren zweiten Ehemann um 24 Jahre.

Caroline Bardua: Marie Henriette Caroline von Herder mit ihren Töchtern Agnes und Natalie

Bei der Klassikstiftung Weimar befindet sich ein Porträt aus dem Jahr 1806 von ihr mit ihren Töchtern Agnes (geb. 1799) und Natalie (geb. 1802), gemalt von Caroline Bardua.[7] Johann Heinrich Meyer überliefert dazu eine geringschätzige Äußerung Goethes vom 30. April 1807.[8]

Einzelnachweise

  1. Getauft als „Maria Henrietta Carolina“ am 17. Dezember 1775 (Weimarische Wöchentliche Anzeigen vom 23. Dezember 1775, S. 418).
  2. Beigesetzt am 10. Mai 1837 (Beilage zur Weimarischen Zeitung vom 3. Juni 1837, Kirchenliste).
  3. Weimarische Wöchentliche Anzeigen vom 7. Juni 1797, S. 178.
  4. Weimarisches Wochenblatt vom 29. November 1811, S. 394.
  5. Voigt geriet im Frühjahr 1813 in französische Gefangenschaft, an deren Folgen er starb (Otto Jahn: Christian Gottlob v. Voigt. In: Goethes Briefe an Christian Gottlob von Voigt. Hrsg. Otto Jahn. Leipzig 1868, S. 1‒118; hier: S. 99‒104).
  6. Weimarisches Wochenblatt vom 6. Oktober 1812, S. 346.
  7. Henriette von Herder mit Töchtern Agnes und Natalie, Gemälde, um 1806, von Karoline Bardua (1781–1865). In: Goethe-Nationalmuseum, Weimar, Stiftung Weimarer Klassik. akg-images gmbh, abgerufen am 21. März 2023.
  8. „Bey Gelegenheit eines in Pastell gemahlten Bildnißes der Mad.m Schoppenhauer Sie selbst darstellend, und eines nur untermahlten Bildnißgemähldes in Öhl von der M.ll Bardua die Hofmedicus Herderin nebst 2 Kindern darstellend sagte Goethe insg[eh]eim zu mir. Kunstarbeiten von Damen setzen einen jedesmahl in Verwunderung geben aber nie Gelegenheit zur Bewunderung, Er gab in Verfolg des Gesprächs diesem Wort eine weitere und allgem. Ausdehnung auch auf Poesie und überh. alles wo Frauen sich mit K[un]st befaßen“ (Renate Grumach, Ernst Grumach (Hrsg.): Goethe – Begegnungen und Gespräche 1806–1808, De Gruyter 2013, S. 1807).
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. Additional terms may apply for the media files.