Martina Roesner
Martina Roesner (* 21. August 1973 in Freiburg im Breisgau) ist eine deutsche Philosophin.
Leben
Im Jahr 1993 schloss Roesner in Heidelberg das Abitur ab. Anschließend studierte sie Philosophie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und erwarb dort 1995 das Bakkalaureat sowie 1997 – nachdem sie 1996/97 an der Universität Salzburg studiert hatte – unter der Leitung von Paul P. Gilbert das Lizenziat. An der Université Paris IV-Sorbonne wurde Roesner unter der Leitung von Jean-François Courtine 1998 das Diplôme d’études approfondies in Geschichte der Philosophie verliehen. Nach einem Promotionsstudium an der Universität Tübingen 2000 promovierte sie 2001 an der Université Paris IV-Sorbonne. Seit 2023 ist sie Professorin für Philosophie und Philosophiegeschichte an der TH Chur. 2023 wurde sie zur außerplanmäßigen Professorin am Fachbereich Philosophie der Universität Oldenburg ernannt.[1]
Ihre Forschungsschwerpunkte sind Phänomenologie, Geschichte der mittelalterlichen und neuzeitlichen Philosophie, Subjekttheorie, Philosophische Anthropologie, Lebensphilosophie, Religionsphilosophie, Neukantianismus.
Sie arbeitet an den Forschungsprojekten Die systematische Binnenstruktur von Meister Eckharts lateinischen Bibelkommentaren und Der Lebensbegriff bei Meister Eckhart und Husserl mit.
Schriften (Auswahl)
Monografien
- Metaphysica ludens. Das Spiel als phänomenologische Grundfigur im Denken Martin Heideggers (= Phaenomenologica. Band 167). Kluwer Acad. Publ., Dordrecht 2003, ISBN 1-4020-1234-9 (Zugleich: Dissertation, Universität Tübingen, 2003).
- Le laboureur de l’être. Une racine cachée de l’imaginaire philosophique heideggérien. Olms, Hildesheim 2004, ISBN 3-487-12717-2.
- Logik des Ursprungs. Vernunft und Offenbarung bei Meister Eckhart. Verlag Karl Alber, Freiburg 2017, ISBN 3-495-48939-8.
- Ich – Logos – Welt. Der egologische Ansatz der Ersten Philosophie bei Meister Eckhart und Edmund Husserl. Verlag Karl Alber, Freiburg 2020, ISBN 3-495-49169-4.
Herausgeberschaften
- (Hrsg.): Subjekt und Wahrheit. Meister Eckharts dynamische Vermittlung von Philosophie, Offenbarungstheologie und Glaubenspraxis (= Eckhart: texts and studies. Band 8). Peeters, Leuven 2018, ISBN 978-90-429-3550-1.
- mit Maxime Mauriège (Hrsg.): Meister Eckharts Rezeption im Nationalsozialismus. Studien zur ideologischen Ambivalenz der „deutschen“ Mystik. Leiden 2022. ISBN 978-90-04-51762-2.
- (Hrsg.): Philosophische Schriftauslegung: Geschichte eines ungewöhnlichen Programms (= Adamantiana. Band 25). Aschendorff, Münster 2022, ISBN 978-3-402-13762-8.
- (Hrsg.): Hermeneutik des Lebens: Meister Eckharts exegetisches Programm (= Eckhart: texts and studies. Band 15). Peeters, Leuven 2022, ISBN 978-90-429-4319-3.
Einzelnachweise
- Curriculum Vitae: Prof. Dr. Martina Roesner. In: Institut für Historische Theologie – Fach Kirchengeschichte. Universität Wien, abgerufen am 20. August 2023.