Paul Francke (General)
Karl Paul Bruno Francke (* 8. November 1862 in Müglenz; † 28. März 1950 in Dresden[1]) war ein sächsischer Generalmajor.

Leben
Paul Francke trat 1883 als Avantageur in die sächsische Armee ein und wurde 1884 zum Fähnrich beim Infanterie-Regiment „König Ludwig III. von Bayern“ (3. Königlich Sächsisches) Nr. 102 ernannt. Er avancierte am 23. Januar 1885 zum Leutnant beim Regiment und durchlief in den folgenden Jahren eine typische militärische Laufbahn, wonach er u. a. in der 11. und 2. Kompanie des Regiments fungierte und als Adjutant beim Bezirks-Kommando II in Chemnitz diente, wobei er in letzterer Eigenschaft am 22. April 1892 zum Oberleutnant aufstieg. Er kam nach Gründung des 13. Königlich Sächsischen Infanterie-Regiment Nr. 178 im Jahr 1897 in dieses Regiment und stieg am 22. Mai 1898 zum Hauptmann und Kompaniechef beim 9. Infanterie-Regiment Nr. 133 auf. Nach mehreren Jahren als Kompaniechef erfolgte am 21. Mai 1907 die Beförderung zum Major und etatsmäßigen Stabsoffizier beim 15. Königlich Sächsischen Infanterie-Regiment Nr. 181. 1911 wurde er dann Bataillonskommandeur des II. Bataillons in seinem Stammregiment, stieg am 23. September 1913 zum Oberstleutnant auf und etatsmäßigen Stabsoffizier beim 9. Infanterie-Regiment Nr. 133 auf.
Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er Regimentskommandeur des 14. Infanterie-Regiments Nr. 179 und nahm mit diesem Verband im Herbst 1914 bei Kampfhandlungen bei Lille teil. Am 27. Oktober des Jahres konnte er von einem Park aus persönlich seine letzten Reserven zum Sturm durch Wez-Macquart vorführen. Als ein Volltreffer in seiner unmittelbaren Nähe 49 Mann außer Gefecht setzte und für Verwirrung im Regiment sorgte, konnte Oberstleutnant Francke wieder Ordnung herstellen. Einige Tage später konnte er mit seinem Regiment das Dorf Le Quesne erobern. Er wurde für seine Verdienste am 5. Juni 1915 mit dem Ritterkreuz des Militär-St.-Heinrichs-Ordens ausgezeichnet.[2] Nachfolgend diente er als Oberst beim Stab der Landwehr-Inspektion Dresden. Im Mai 1917 wurde er in dieser Eigenschaft mit dem Offizierskreuz des Albrechtsordens ausgezeichnet.[3] Er schied als Generalmajor aus dem aktiven Dienst aus.[4]
Einzelnachweise
- Standesamt Dresden 3, Sterberegister 1950, Nr. 762.
- SLUB Dresden: Der Königlich Sächsische Militär-St.-Heinrichs-Orden. Abgerufen am 28. Februar 2024 (deutsch).
- SLUB Dresden: Sächsische Staatszeitung : 24.05.1917. Abgerufen am 28. Februar 2024 (deutsch).
- Ehrenrangliste, S. 903