Pfarrkirche Großinzersdorf

Die römisch-katholische Pfarrkirche Großinzersdorf steht erhöht im Nordwesten über dem Ort Großinzersdorf in der Stadtgemeinde Zistersdorf in Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich. Schutzpatronin der zum Dekanat Zistersdorf in der Erzdiözese Wien gehörenden Kirche ist die hl. Rosalia. Die Kirche steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Katholische Pfarrkirche hl. Rosalia in Großinzersdorf
Langhaus, Blick zum Chor
BW

Geschichte

Die 1783 gegründete Pfarre wurde dem Stift Zwettl inkorporiert.

Der mächtige, weithin sichtbare barocke Kirchenbau wurde von 1731 bis 1733 erbaut, der Turm 1762.

Architektur

Die Kirche hat ein hohes Langhaus mit Pilastergliederung, hochliegenden Segmentbogenfenstern und einem reich profilierten umlaufenden Gesims. Die Westfront mit kleiner Vorhalle aus dem späten 18. Jahrhunderts ist schlicht. Nach oben wird sie von einem leicht einschwingenden, von einem kleinen Dreieck bekrönten Giebel abgeschlossen. Nach Osten schließt sich ein leicht eingezogener Chor an, an dessen Scheitel der viergeschoßige Ostturm steht. Die Fassade des Turms ist mit Pilastern und Rundbogenfenstern schlicht gegliedert; er trägt einen barocken Zwiebelhelm.

Das Langhaus mit Tonnengewölbe und Stichkappen zwischen Doppelgurten hat drei Joche, kräftige Wandpfeiler mit Doppelpilastern und ein umlaufendes profiliertes Gesims. Die dreiteilige Orgelempore aus 1733 steht auf toskanischen Säulen und ist mit Stichkappen zwischen Gurten unterwölbt, die Brüstung hat Putzfelder. Der Triumphbogen ist reich gegliedert. Der leicht erhöhte, etwas eingezogene Halbkreischor hat Stichkappen zwischen Gurten. An den Chor schließt im Turmerdgeschoß die Sakristei mit einem Kreuzgratgewölbe an.

Die Fresken im Langhaus in den Gewölbezwickeln und an den Chorgurten schuf der Maler Engelbert Daringer 1930 mit Darstellungen der christlichen Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung sowie Allegorien und apokalyptischen Szenen zur Erlösung der Menschheit.

Einrichtung

Der barocke Hochaltar von 1730 ist ein breit gelagerter Doppelsäulenaltar, er zeigt auf dem Altarblatt Maria mit Kind und einen Pestheiligen von Frater Julian Carm 1736. Die freistehende Mensa trägt einen Tabernakel, flankiert von Engeln. Der reiche Auszug des Hochaltares trägt mit einem Baldachin bekrönt eine Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit.

Die Orgel bauten Max Zachistal und Franz Capek 1890. Eine Glocke goss Franz Josef Scheichel 1763.

Grabdenkmäler

Außen

  • Das Kriegerdenkmal vor der Kirche hat auf einem hohen Sockel eine Figurengruppe mit einem sterbenden Krieger aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts.

Literatur

Commons: Pfarrkirche Großinzersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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