Richard Neumayer Gesellschaft für Umformtechnik

Die Richard Neumayer GmbH ist ein mittelständischer Zulieferer im Bereich der Massivumformung und Zerspanung. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Hausach im Schwarzwald.

Richard Neumayer GmbH
https://www.r-neumayer.de/wp-content/themes/neumayer/assets/img/dist/footer-logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1867
Sitz Hausach, Deutschland Deutschland
Leitung Dirk A. Neumayer, Thomas Armbruster
Mitarbeiterzahl 420[1]
Umsatz 115,55 Mio. Euro[2]
Branche Massivumformung / Automobilzulieferer
Website www.r-neumayer.de
Stand: 12. Dezember 2022

Klimaschutz als besonderes Anliegen

Ein besonderes Anliegen ist dem Unternehmen der Klimaschutz. Neumayer strebt eine CO2-neutrale Produktion an und konnte in den letzten Jahren den CO2-Ausstoß um 90 % reduzieren.[3]

Um dies zu ermöglichen, wird seit 2021 mit 100 % Ökostrom gearbeitet[4] und seit 2022 konsequent in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert. Dazu wurden zunächst die eigenen Firmendächer komplett mit Photovoltaikanlagen bestückt. Im darauffolgenden Jahr 2023, konnte ein Direktliefervertrag mit dem Betreiber eines bayrischen eines Photovoltaikparks abgeschlossen werden, was dem Unternehmen zusätzliche sieben Megawatt erneuerbare Energie liefert. An sonnigen Tagen gelingt es dem Unternehmen nun, alleine durch die Kraft der Sonne zu produzieren. Darüber hinaus besitzt die Firma Richard Neumayer in ein eigenes Windrad in Brandenburg, das seit Sommer 2023 ebenfalls erneuerbaren Strom liefert [5].

Neben dem Investieren in erneuerbare Energien, wurden auch Prozessabläufe im Unternehmen optimiert. Durch ein spezielles Verfahren in der Wärmebehandlung kann ein kompletter Fertigungsschritt eingespart werden. Durch die kontrollierte Abkühlung aus der Schmiedewärme anstatt einer zusätzlichen Wärmebehandlung spart das Unternehmen 95% Erdgas ein [6].

Geschichte

1867 erfolgte die Gründung als Hammerwerk Neumayer und Zoppi in der Schweiz. 1880/81 folgte ein Umzug nach Gutach im Schwarzwald und die Fertigung der ersten Gesenkschmiedeteile. 1938 begann das Unternehmen mit der Produktion von Drehteilen. 1953 kam es zur Verlegung des Unternehmens in den Nachbarort Hausach. 1975 erfolgte eine Modernisierung und Qualifizierung des Betriebs unter Albert Neumayer. Die Hammerfertigung wurde 1999 eingestellt.

Im Jahr 2000 erfolgte die Inbetriebnahme der ersten vollautomatischen Pressenlinie mit einer Presskraft von 31.500 kN. 2008 entstand ein Neubau mit Erweiterung im Versand, Logistikbereich und Sozialtrakt. 2013 folgte ein weiterer Neubau im Lager für Umformwerkzeuge in Verbindung mit der Optimierung der Logistikabläufe. 2014/15 entstand ein Neubau für die Erweiterung für die mechanische Bearbeitung. 2015 war die Inbetriebnahme einer vollautomatische Presslinie mit einer Presskraft von 20.500 kN und die Erweiterung der Fertigungstiefe durch diverse Bearbeitungszentren.

Neumayer strebt eine CO2-neutrale Produktion an und konnte in den letzten Jahren den CO2-Ausstoß um 90 % reduzieren.[3]

Im September 2023 schloss das Unternehmen erstmals einen Tarifvertrag mit der IG Metall ab.[7][8]

Produkte

  • Motorkomponenten
  • Zahnräder
  • Bremshebel
  • Getriebekomponenten
  • Produkte für den allgemeinen Maschinenbau
  • Fahrwerkskomponenten
  • Produkte für die Armaturenindustrie

Einzelnachweise

  1. Die Richard Neumayer GmbH stellt sich der Herausforderung des Klimawandels, Pressebox, 14. Februar 2023
  2. Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
  3. IG Metall: metall (Magazin), Jahrgang 76, 01/2024, Regionalausgabe Baden-Württemberg.
  4. Redaktion Wirtschaftsforum.de: Für das Klima: Alle Hebel in Bewegung. Abgerufen am 20. Februar 2024 (deutsch).
  5. BDO foresight 3 | 2023. 13. November 2023, abgerufen am 20. Februar 2024 (deutsch).
  6. BDO foresight 3 | 2023. 13. November 2023, abgerufen am 20. Februar 2024 (deutsch).
  7. Charlotte Reinhard: Richard Neumayer in Hausach: So sieht der Tarifvertrag aus. In: Schwarzwälder Bote. 29. September 2023, abgerufen am 14. Januar 2024.
  8. Bald Tarifbindung bei Neumayer in Hausach. In: Baden online. 28. September 2023, abgerufen am 14. Januar 2024.
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. Additional terms may apply for the media files.