Selim Dindar

Mehmet Selim Dindar (* 1. Januar 1960 in Cizre, Şırnak; † 2. Dezember 2009 in Bakırköy, Istanbul) war ein kurdischer Geschäftsmann. Ihm wurden politische Ereignisse in den 1980er Jahren vorgeworfen und er wurde drei Jahre lang im Diyarbakır Gefängnis gefoltert. Das sagte er 2003 gegenüber der Radikal Gazetesi[1] und in den Interviews, die er Habertürk 2008 gab.[2] Er beschrieb die Folterungen im Diyarbakır Gefängnis. Er starb an den Folgen eines bewaffneten Angriffs auf das Vereinslokal des Cizreliler Derneği („Verein der Leute, die aus Cizre stammen“) am 2. Dezember 2009.[3][4] Er ist der Bruder des AK Parti Mehmet Emin Dindar. Sein Sohn Heja Dindar ist ein türkischer Rapper.

Leben

Sein richtiger Name ist Mehmet Selim Dindar. Er wurde am 1. Januar 1960 im Bezirk Cizre der Provinz Şırnak im Südosten der Türkei als Kind einer sayyidischen, reichen Familie kurdischer Herkunft geboren.

In einem Interview sagte Selim Dindar, als er vor Gericht ging und erzählte, dass Bedii Tan, der Vater des Politikers und Schriftstellers Altan Tan, ebenfalls gefoltert worden sei und gestorben sei, sei er geschlagen worden, bis er das Bewusstsein verloren habe.

Tod

Dindar wurde am 2. Dezember 2009 am Ausgang des Vereinslokals des Cizreliler Derneği im Istanbuler Stadtteil Bakırköy angegriffen. Er starb im Alter von 49 Jahren an den Folgen eines bewaffneten Angriffs. Sein Leichnam wurde auf dem Kazlıçeşme Friedhof beigesetzt.

Einzelnachweise

  1. Neşe Düzel: Üç yılını 'cehennem'de geçirdi. Radikal Gazetesi, 23. Juni 2003, archiviert vom Original am 8. Mai 2012; abgerufen am 13. Juli 2016.
  2. Balçiçek Pamir: "Bir daha dünyaya gelsem Kürt olmak istemem". Habertürk, archiviert vom Original am 5. März 2016; abgerufen am 13. Juli 2016.
  3. Taner Yener: İşkenceyi anlatan Selim Dindar öldürüldü. Hürriyet Gazetesi, 4. Dezember 2009, archiviert vom Original am 2. August 2016; abgerufen am 13. Juli 2016.
  4. İşkencecisiyle oturup çay içen adam. Habertürk, 4. Dezember 2009, archiviert vom Original am 30. Juni 2016; abgerufen am 13. Juli 2016 (türkisch).
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