Rähmbauweise
Rähmbauweise (Rähmbau) ist der veraltete[1] Begriff für Stockwerksbauweise und bezeichnet im historischen Fachwerkhausbau die stockwerksweise Bauweise, im Gegensatz zur Ständerbauweise.


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Geschichte und Konstruktion
Die Rähmbauweise entwickelte sich im Verlauf des 15. Jahrhunderts aus der Ständerbauweise und war ab dem Spätmittelalter dominierend.
Die Ständer bilden die Innen- sowie Außenwände und tragen die Hauptlast der Konstruktion. Sie sind jeweils ein Stockwerk hoch und reichen von der Schwelle (unten) zum Rähm (oben). Zwischen Rähm und der Schwelle des darüberliegenden Stockwerks liegen die Deckenbalken.
In der Rähmbauweise wird jedes Stockwerk separat abgebunden und aufgerichtet. Dabei ragt bei älteren Fachwerkbauten (vor 18. Jahrhundert) oft jedes Stockwerk ein wenig über das jeweils darunterliegende Geschoss hervor und bildet eine Auskragung (Überhang). Auf engen Grundstücken gewann man so etwas mehr Raum. Auch wurden die unteren Schwellhölzer durch die Überstände von Fassade und Dach vor Durchnässung durch Schlagregen geschützt.
Siehe auch
Literatur
- Manfred Gerner: Fachwerk, Entwicklung, Gefüge, Instandsetzung. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1981, ISBN 3-421-02475-8.
- Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 6. Februar 2024), S. 162 ff: Fachwerkbau; S. 383: Rähm, Rähmbau.
Einzelnachweise
- Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 6. Februar 2024), S. 383: Rähmbau.