WEB Windenergie
Die WEB Windenergie AG ist ein österreichisches Energieerzeugungs-Unternehmen mit Hauptsitz in Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya. Das Unternehmen produziert Ökostrom aus Wind-, Sonnen- und Wasserkraft. Die W.E.B betreibt 310 Kraftwerke in Österreich, Deutschland, Tschechien, Frankreich, Italien, Kanada und den USA.
| WEB Windenergie AG | |
|---|---|
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| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 11. November 1994 |
| Sitz | Pfaffenschlag, Österreich |
| Leitung | Frank Dumeier (Vorstandsvorsitzender bis 30.4.2024)
Stefanie Markut (Vorständin ab 1.1.2024) Florian Müller (Vorstand ab 1.1.2024) Roman Prager (Vorstand ab 1.5.2024) Michael Trcka (Vorstand) |
| Mitarbeiterzahl | 264 (35 % Frauen) |
| Umsatz | 174,1 Mio. Euro bei 1,3 TWh Stromproduktion und 596,1 installierter Leistung (31.12.2022) |
| Branche | Stromerzeugung, Stromhandel, Stromvertrieb |
| Website | https://www.web.energy/at |
Geschichte
Die erste Vorläufergesellschaft „WEB-GmbH“ wurde 1994 von Erna, Franz und Andreas Dangl gegründet. Andreas Dangl war der erste Geschäftsführer der W.E.B. Im Juli 1995 wurde das erste Windkraftrad mit einer Leistung von 225 Kilowatt unter der Beteiligung von 96 Privatpersonen in Michelbach errichtet. Zwischen 1995 und 1997 wurden unterschiedliche Bürgerbeteiligungsunternehmen zum Aufbau von Windparkprojekten gegründet.
Im Juli 1999 wurde die WEB Windenergie AG in der heutigen Rechtsform gegründet. Die Gesellschaften WaldwindGmbH &CoKEG, W.E.B-EU-Windfonds, Nordwind GmbH & Co KEG, stille Gesellschaft Hagenbrunn, Michelbacher Windkraft GmbH & Co KEG und Windlicht wurden zwischen 1999 und 2001 in die W.E.B eingebracht. Außerdem ging mit der Unternehmensgründung die Bürgerbeteiligungsform Aktie in den Handel. Seit 2010 begibt die WEB Windenergie AG weiters Anleihen. 1996 wurde das Tochterunternehmen in Deutschland, 2002 in Tschechien, 2004 in Frankreich, 2008 in Italien, 2011 in Kanada, 2016 in den USA und 2020 in der Slowakei gegründet.[1]
Beim Österreichischen Klimaschutzpreis 2015 wurde das Unternehmen mit dem Sonderpreis Unternehmen Energiewende ausgezeichnet.[2]
WWF und Global 2000 sehen 2017 in der W.E.B einen „Treiber der Stromzukunft“ und setzen das Unternehmen an die Spitze des österreichischen Grünstrom-Rankings. Einen Spitzenplatz konnte sich die W.E.B seitdem immer sichern.[1]
2018 erhält W.E.B-Grünstrom das Österreichische Umweltzeichen für 100 Prozent nachhaltige Energie.[1]
2022 wurde die W.E.B mit dem Staatspreis für Unternehmensqualität in der Kategorie „Mittlere Unternehmen“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Quality Austria vergeben.[1]
Unternehmenstätigkeiten
Das Tätigkeitsfeld reicht von der Projektierung und Planung von Wind- und Photovoltaikparks über den Betrieb der Anlagen bis zum Vertrieb des erzeugten Stroms. Alle W.E.B-Windkraftwerke werden von der Leitzentrale in Pfaffenschlag gesteuert. Stand Ende 2022 werden auf zwei Kontinenten und in acht Ländern insgesamt 265 Wind-, 42 Photovoltaik- und drei Wasserkraftwerke betrieben.
Seit Juni 2018 bietet die W.E.B für Exkursionsgruppen die Besichtigung des W.E.B-Campus an.[3]
Im Jahr 2014 wurde die ella als Tochterunternehmen der W.E.B gegründet, Unternehmensziel ist die Errichtung eines österreichweiten Schnellladenetzwerks für Elektroautos. Mittlerweile bestehen bereits österreichweit mehr als 360 Ladepunkte.
Windpark Maustrenk
Windpark Horni Rasnice
Windpark Matzen
Windpark Plaine D'Artois
Windpark Neuhof
Bürgerbeteiligung
Aktien
2021 wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Dabei musste die Angebotsfrist wegen Überzeichnung bereits nach eineinhalb Tagen beendet werden, eingeworben wurden 25,2 MEUR. Der Kapitalmaßnahme vorausgegangen war ein Aktiensplit im Verhältnis 1:10. Somit sind nunmehr 3.172.983 Aktien im Umlauf, die lediglich im firmeneigenen Traderoom und nicht an der Börse gehandelt werden können.
Mehr als 3000 bestehende Investoren machten bei der Kapitalerhöhung von ihren Bezugsrechten Gebrauch. Für das öffentliche Angebot blieben daher nur mehr 12 % der neuen Aktien, weshalb die Angebotsfrist von ursprünglich geplanten 42 Tagen vorzeitig beendet wurde. Auch kam es aufgrund der großen Nachfrage zu einer teilweisen Kürzung der Zuteilung.
Ende 2022 waren ca. 6300 Aktionäre verzeichnet, die W.E.B ist somit das größte Österreichs im Bereich Erneuerbare Energien. Im Rahmen der Kapitalerhöhung sind 509 neue Aktionäre hinzugekommen. Rund 1.800 Personen beteiligen sich zusätzlich als Investoren und haben Anleihen des Unternehmens gezeichnet.
- Durchschnittspreis der WEB-Aktie in den jeweiligen Quartalen (in €)
2017: 42,52; 43,64; 43,39; 47,16
2018: 56,06; 59,18; 62,09; 67,28
2019: 69,05; 73,83; 83,19; 103,17
2020: 92,63; 88,31; 90,49; 92,82
2021: 99,58; 104,98; 105,65; 142,81
2022: 181,75; 213,44; 203,92; 194,75
2023: 193,49; 185,43
- Dividende (in €)
2014: 1,50
2015: 2,00
2016: 1,50
2017: 2,40
2018: 1,80
2019: 1,00
2020: 2,60
2021: 2,10
2022: 2,90
Anleihen
Seit der Begebung der ersten Windkraftanleihe Österreichs im Jahr 2010 spielen die Anleiheemissionen der WEB Windenergie AG eine zentrale Rolle für die Finanzierung ihres Wachstumskurses. Das Unternehmen den Emissionserlös aus den Anleihen in neue Kraftwerke und den Ausbau bestehender Anlagen.
Stromvermarktung

Unter der Marke W.E.B Grünstrom vertreibt die W.E.B ihren Strom auch an Privat- und Businesskunden. Das heißt, dieser Strom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen. Diese Tarife orientieren sich an den Bedürfnissen der Kunden und an ihrem Beitrag zur Energiewende.
Belege
- Die Geschichte der W.E.B - W.E.B. Windenergie. Abgerufen am 11. Dezember 2023.
- Ausgezeichnet für aktiven Klimaschutz: Das sind die Siegerprojekte des Österreichischen Klimaschutzpreises 2015. APA-Meldung vom 10. November 2015, abgerufen am 10. November 2015.
- www.web.energy/at-de/ueber-web/events. Abgerufen am 3. November 2023.
