Keila (Thüringen)

Keila ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück im thüringischen Saale-Orla-Kreis.

Ortslage
Kirche Keila
Wappen Deutschlandkarte
Keila (Thüringen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Keila hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 38′ N, 11° 40′ O
Bundesland:Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Ranis-Ziegenrück
Höhe: 475 m ü. NHN
Fläche: 4,16 km2
Einwohner: 72 (31. Dez. 2022)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07389
Vorwahl: 036483
Kfz-Kennzeichen: SOK, LBS, PN, SCZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 047
Adresse der Verbandsverwaltung: Pößnecker Str. 2
07389 Ranis
Website: www.vg-ranis-ziegenrueck.de
Bürgermeister: Lutz Mordt
Lage der Gemeinde Keila im Saale-Orla-Kreis
Karte
Karte

Lage

Keila liegt südöstlich der Orlasenke auf einer Höhe von 475 m über NN in eine der schönsten naturnahen Lage im Oberland um Schleiz.

Geschichte

Der Ort Keila wurde 1378 erstmals als Kylw urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Ziegenrück und kam nach dessen auf dem Wiener Kongress beschlossenen Abtretung mit dem Großteil des Neustädter Kreises zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.

Politik

Gemeinderat

Im 2004 gewählten Gemeinderat sitzen 5 Mitglieder der Freien Wähler Keila sowie ein Einzelbewerber.

Bürgermeister

In der Kommunalwahl am 27. Juni 2004 wurde Ulrich Schulze-Könitzer (Freie Wähler Keila) mit 83,9 % der Stimmen gewählt, er wurde 2010 wiedergewählt. Im Juni 2016 wurde Lutz Mordt zum neuen Bürgermeister gewählt. Er wurde 2022 wiedergewählt.[2]

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 88
  • 1995: 88
  • 1996: 88
  • 1997: 88
  • 1998: 76
  • 1999: 75
  • 2000: 87
  • 2001: 88
  • 2002: 94
  • 2003: 89
  • 2004: 91
  • 2005: 93
  • 2006: 95
  • 2007: 95
  • 2008: 91
  • 2009: 89
  • 2010: 86
  • 2011: 80
  • 2012: 80
  • 2013: 72
  • 2014: 66
  • 2015: 69
  • 2016: 67
  • 2017: 71
  • 2018: 66
  • 2019: 67
  • 2020: 71
  • 2021: 74
  • 2022: 72
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Kirche

Die Kirche Keila (auch St. Johannis) ist eine im Jahr 1696 weitgehend umgebaute, spätmittelalterliche Chorturmkirche. Sie ist innen durch eine Flachdecke mit umlaufender Kehle geschlossen; eine eingeschossige Empore umgibt das Innere. Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Kanzelaltar des 18. Jahrhunderts. Ein pokalartiger Taufstein stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Ein Gemälde mit der Kreuzigungsszene wurde 1604 von Paul Keil aus Schleiz geschaffen.[3] Die Orgel ist ein Werk von Johann Christian Rebhuhn aus der Zeit um 1823 mit zehn Registern auf einem Manual und Pedal.[4] Im Jahr 2021 wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten an der Kirche beendet; dazu gehörte unter anderem eine statische Sanierung des aus dem Lot gewichenen Kirchturms und eine Innenraumrestaurierung.[5] Zwei Glocken dienen als Geläut; die ältere aus dem Jahr 1505, die zweite wurde 1921 als Ersatz für die kriegsbedingt abgegebene mittelalterliche Vorgängerglocke gegossen.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Kommunalwahl am 27. Juni 2004
  3. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. 1. Auflage. Deutscher Kunstverlag München/Berlin 1998, ISBN 3-422-03050-6, S. 690.
  4. Information zur Orgel auf organindex.de
  5. Theresa Wahl: 25-jähriger Sanierungsmarathon in der Kirche in Keila erfolgreich beendet. Beitrag der Ostthüringer Zeitung vom 27. Dezember 2021.
Commons: Keila – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. Additional terms may apply for the media files.