Mailand–Sanremo 2024

Das Straßenradrennen Mailand–Sanremo 2024 ist die 115. Austragung des italienischen Eintagesrennens. Das Rennen findet am 16. März statt und ist Teil der UCI WorldTour 2024. Mailand–Sanremo gehört wie die Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und Il Lombardia zu den Monumenten des Radsports.

Mailand–Sanremo 2024
Rennserie UCI WorldTour 2024 – Kategorie 1.UWT
Austragungsland Italien Italien
Austragungszeitraum 16. März 2024
Gesamtlänge 288 km
← 2023 2025 →

Teilnehmende Mannschaften und Fahrer

Neben den 18 UCI WorldTeams planen auch 7 UCI ProTeams am Rennen teilzunehmen. Für jedes Team sind sieben Fahrer startberechtigt, wobei die genauen Aufstellungen der Mannschaften noch nicht bekannt sind.

Neben dem Titelverteidiger Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck) sollen Berichten zufolge mit Matej Mohorič (Bahrain Victorious), Jasper Stuyven (Lidl-Trek), Julian Alaphilippe (Soudal Quick-Step), Michał Kwiatkowski (Ineos Grenadiers), Arnaud Démare (Arkéa-B&B Hotels) und Alexander Kristoff (Uno-X Mobility) sieben ehemalige Sieger des Rennens an den Start gehen.

Als Favoriten gelten in erster Linie die endschnellen Klassiker-Spezialisten, die das Rennen sowohl am „Poggio“ als auch in einem Sprint aus einer größeren Gruppe für sich entscheiden können. In der Abwesenheit von Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) gilt der amtierende Weltmeister Mathieu van der Poel als Top-Favorit. Der Niederländer, der das Rennen im Vorjahr zum ersten Mal gewinnen konnte, wird zudem nach seinem sechsten Cyclocross-Weltmeistertitel sein erstes Straßenrennen der Saison 2024 bestreiten. Als sein größter Herausforderer gilt der Slowene Tadej Pogačar (UAE Team Emirates), der das Rennen im Vorjahr als Dritter beendete und den Niederländer wenige Wochen später bei der Flandern-Rundfahrt distanzierte. Weitere Favoriten der vorläufigen Startliste sind Thomas Pidcock, Filippo Ganna (beide Ineos Grenadiers), Mads Pedersen (Lidl-Trek), Christophe Laporte (Visma-Lease a Bike), Arnaud De Lie (Lotto Dstny), Biniam Girmay (Intermarché-Wanty), Julian Alaphilippe, Kasper Asgreen (beide Soudal Quick-Step), Michael Matthews (Jayco AlUla), Matej Mohorič, Fred Wright (beide Bahrain Victorious), Neilson Powless, Alberto Bettiol (beide EF Education-EasyPost), Victor Lafay, Benoît Cosnefroy (beide Decathlon AG2R La Mondiale), Magnus Cort Nielsen (Uno-X Mobility) und Matteo Trentin (Tudor Pro Cycling).

Neben den Klassiker-Spezialisten planen auch mehrere Sprinter bei der 115. Austragung zu starten. Besonders der Belgier Jasper Philipsen (Alpecin-Deceuninck), der im Vorjahr vier Tour-de-France-Etappen gewann und Zweiter von Paris–Roubaix wurde, gilt neben seinem Teamkollegen Mathieu van der Poel als einer der großen Favoriten. Weitere endschnelle Fahrer der vorläufigen Startliste sind Olav Kooij (Visma-Lease a Bike), Jonathan Milan (Lidl-Trek), Caleb Ewan (Jayco AlUla), Arnaud Démare (Arkéa-B&B Hotels), Marijn van den Berg (EF Education-EasyPost), Søren Wærenskjold und Alexander Kristoff (beide Uno-X Mobility).[1]

UCI WorldTeams UCI ProTeams
ADC Belgien Alpecin-Deceuninck EFE Vereinigte Staaten EF Education-EasyPost DFP Niederlande Team dsm-firmenich PostNL IPT Israel Israel-Premier Tech
ARK Frankreich Arkéa-B&B Hotels GFC Frankreich Groupama-FDJ JAY Australien Team Jayco AlUla LDT Belgien Lotto Dstny
AST Kasachstan Astana Qazaqstan Team IGD Vereinigtes Konigreich Ineos Grenadiers TVL Niederlande Team Visma-Lease a Bike COR Italien Team Corratec – Vini Fantini
TBV Bahrain Bahrain Victorious IWA Belgien Intermarché-Wanty UAD Vereinigte Arabische Emirate UAE Team Emirates PTK Italien Team Polti Kometa
BOH Deutschland Bora-Hansgrohe LTK Vereinigte Staaten Lidl-Trek TUD Schweiz Tudor Pro Cycling Team
COF Frankreich Cofidis MOV Spanien Movistar Team UXM Norwegen Uno-X Mobility
DAT Frankreich Decathlon AG2R La Mondiale Team SOQ Belgien Soudal Quick-Step VBF Italien VF Group-Bardiani CSF-Faizanè

Streckenführung

Wie bereits im Vorjahr erfolgt der Start nicht in Mailand, sondern in der 30 Kilometer südlich liegenden Stadt Pavia. Mit einer Länge von 288 Kilometern ist die 115. Austragung zudem die kürzeste der vergangenen zehn Jahre, wenngleich sich die Streckenführung auf der zweiten Rennhälfte nicht verändert hat.[2] Mit dem Passo del Turchino, der Cipressa und dem Poggio hält die Organisation somit an den drei bekanntesten Passagen des Rennens fest.[3]

Der neutralisierte Start erfolgt in Pavia auf dem Piazza della Vittoria unweit des Dom von Pavia. Über die Strada Nuova führt die Strecke im Anschluss Richtung Süden, ehe die Fahrer vor der Ponte Coperto links abbiegen und dem Ticino in westlicher Richtung folgen. Nach 5,6 Kilometern wird das Rennen auf der SP234 kurz nach der Kreuzung mit der SS617 freigegeben. Die ersten Kilometer führen über Belgioioso nach San Zenone al Po, wo der Po nach rund 20 Kilometern überquert wird. Nun dreht die Fahrtrichtung gen Südwesten und es werden mit Stradella, Broni, Casteggio, Voghera, Pontecurone und Tortona zahlreiche kleine Städte durchfahren. Über Pozzolo Formigaro und Novi Ligure geht es im Anschluss weiter in Richtung Süden, ehe die Fahrer bei Basaluzzo die nördlichen Ausläufer des Apennin erreichen. Bei Ovada beginnt die Straße nun nach rund 115 Kilometern leicht anzusteigen und führt über Rossiglione und Campo Ligure auf den Passo del Turchino. Dieser markiert mit einer Höhe von 532 Metern den höchsten Punkt des Rennens, wobei er nur auf den letzten zwei Kilometern Steigungsprozente von über 5 % aufweist. Nun folgt eine rund 12 Kilometer lange Abfahrt, ehe die Fahrer die Italienische Riviera bei Voltri nahe Genua erreichen. Im Anschluss dreht die Fahrtrichtung gen Westen und die Strecke führt entlang der Ligurischen Küste auf der Via Aurelia (SS1) über Varazze und Savona nach Albenga, das nach 223,4 Kilometern durchfahren wird.

Etwa 50 Kilometer vor dem Ziel folgen drei kurze Anstiege (Capo Mele, Capo Cervo und Capo Berta), ehe es über Imperia nach San Lorenzo al Mare geht, wo der Anstieg auf die Cipressa (234 m) beginnt. Die Auffahrt ist 5,6 Kilometer lang und weist ihre höchsten Steigungsprozente von rund 5 % auf den ersten 3,8 Kilometern auf. Nachdem die Kuppe 21,7 Kilometer vor dem Ziel überquert wurde, führt eine kurze Abfahrt zurück zur SS1, ehe ein rund neun Kilometer langes Flachstück folgt. Über Arma di Taggia geht es zur Einfahrt in die Schlusssteigung des Poggio di Sanremo (160 m), die rechts auf die schmalere Via Duca D'Aosta abzweigt. Mit einer Durchschnittssteigung von 3,7 % auf einer Länge von 3,7 Kilometern ist der Poggio die Sanremo zwar eher moderat, doch drei Kehren und Angriffe im Fahrerfeld sorgen meist für eine Selektion im oberen Teil des Anstiegs. Nachdem die Kuppe 5,6 Kilometer vor dem Ziel überquert wird, geht es in eine technisch anspruchsvolle Abfahrt die über sechs Kehren und zahlreiche schnelle Kurven zurück auf die SS1 führt. Die letzten 3 Kilometer verlaufen auf flachen Straßen durch Sanremo, wobei die Fahrer auf dem letzten Kilometer eine Links- und eine Rechtskurve durchfahren, ehe sie die Zielgerade auf der Via Roma erreichen, die rund 700 Meter lang ist.[4]

Rennverlauf & Ergebnis

Platz Fahrer Nation Team Zeit
01.
02.
03.
04.
05.
06.
07.
08.
09.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.

Einzelnachweise

  1. Startlist for Milano-Sanremo 2024. Abgerufen am 29. Februar 2024.
  2. Neuer Startort für Mailand-Sanremo | radsport-news.com. Abgerufen am 6. März 2024.
  3. Neuer Startort für Mailand-Sanremo | radsport-news.com. Abgerufen am 6. März 2024.
  4. The Route. Abgerufen am 6. März 2024 (englisch).
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. Additional terms may apply for the media files.