Rämpensee
Der Rämpensee, auch Ausgleichsbecken Rempen[1] oder Rempenbecken[2] genannt, ist ein Stausee des Kraftwerks Wägital im Weiler Rämpen in der Gemeinde Vorderthal. Er liegt auf 640 m ü. M. an der Hauptstrasse von Siebnen nach Innerthal. Der See entstand 1924 durch den Aufstau der Wägitaler Aa mit einer geraden Gewichtsstaumauer. Er dient als Ausgleichsbecken für die Zentrale Rempen und als Sammelbecken für weiteres Wasser aus einem Einzugsgebiet von 40 km², darunter auch das Wasser des Trespenbachs. Der Rämpensee ist auch das Reservoir für den Pumpspeicherbetrieb des Kraftwerks Wägital, bei welchem die Zentrale Rempen das Wasser aus dem Rämpensee in den Wägitalersee pumpt. Das Wasser des Rämpensees wird in der Zentrale Siebnen des Kraftwerks Wägital verarbeitet.
| Rämpensee Ausgleichsbecken Rempen, Rempenbecken | |||
|---|---|---|---|
![]() Blick von der Staumauer nach Süden | |||
| Zuflüsse | Wägitaler Aa, Trepsenbach | ||
| Grössere Orte in der Nähe | Siebnen | ||
| |||
| Koordinaten | 710600 / 222064 | ||
| Daten zum Bauwerk | |||
| Sperrentyp | gerade Gewichtsstaumauer | ||
| Bauzeit | 1922–1924 | ||
| Höhe des Absperrbauwerks | 32 m | ||
| Bauwerksvolumen | 21 600 m³ | ||
| Kronenlänge | 128 m | ||
| Kraftwerksleistung | 48 MW | ||
| Betreiber | AG Kraftwerk Wägital | ||
| Daten zum Stausee | |||
| Höhenlage (bei Stauziel) | 640 m ü. M. | ||
| Wasseroberfläche | 5 ha | ||
| Stauseelänge | 400 m | ||
| Stauseebreite | 120 m | ||
| Gesamtstauraum | 640 000 m³ | ||
| Einzugsgebiet | 82,7 km² | ||
Bereits beim Bau wurde dem hohen Geschiebeeintrag der Wägitaler Aa Rechnung getragen, weshalb der Fluss bei der Einmündung in den See mit einem Wehr in einen kurzen Stollen unter einem Felssporn hindurch geleitet wird, damit sich die Sedimente im tiefen Teil des Sees ablagern, wo sie durch jährlich durch eine Spülung entfernt werden müssen. Sie finden meist im Sommer bei Regenwetter statt und transportieren jeweils 4000 bis 6000 Kubikmeter Kies aus dem Stausee ins untere Wägital. Im Obersee werden Schwemmholzsperren errichtet, um treibendes Holz auf dem See zu verhindern.
Die Wasserfassung des Trespenbaches⊙ befindet sich auf 642 m ü. M. Das Wasser wird in einen 260 m langen Stollen geleitet wird, der zum Rämpensee führt. Um Ufererosion zu vermeiden, wird das Wasser in einem geschlossenen Gerinne zum Seegrund geführt.[3]
Literatur
- Das Kraftwerk Wäggital. In: Schweizerische Bauzeitung. Band 98, Nr. 24, VI. Staumauer Rempen, S. 304–309, doi:10.5169/SEALS-44794 (e-periodica.ch).
- Peter Suter: Verlandung und Spülung des Rempenbeckens. In: Schweizerischer Wasserwirtschaftsverband (Hrsg.): Wasser Energie Luft. 90 Jg., Nr. 5–6, 1998, S. 127–131, doi:10.5169/seals-939397.
Weblinks
- Rämpensee auf schweizersee.ch
Einzelnachweise
- Peter Suter, S. 128
- Peter Suter, S. 127
- Das Kraftwerk Wägital, S. 304

